Jetzt können Auto­fahrer ihre Kfz-Haft­pflicht- und Kasko­versicherung wechseln und dadurch oft mehrere Hundert Euro sparen. Bei den meisten Verträgen läuft die Kündigungs­frist am 30. November aus. Die Finanztest-Experten Beate-Kathrin Bexterm­öller und Theodor Pischke stehen im Chat Rede und Antwort.

Alten Vertrag erst kündigen, wenn der neuer da ist

Moderator: So, es ist jetzt 13 Uhr. Hier im Chat begrüße ich jetzt die Finanztest-Experten Beate-Kathrin Bexterm­öller und Theodor Pischke. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen und die Fragen unserer Chatte­rinnen und Chatter beant­worten. Gleich die erste Frage an unsere Gäste: Wie sieht es aus, wollen wir starten?

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Ja, gerne.

Moderator: Damit unsere Nutzer alle auf einem Stand sind: Was haben Sie denn aktuell getestet?

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Wir haben uns 152 Angebote von 74 Auto­versicherern angesehen, die unterschiedlichen Leistungs­merkmale heraus­gearbeitet und anhand von verschiedenen Modell­berechnungen und Preisbeispielen Aussagen zum Beitrags­niveau getroffen.

PC Userin: Was muss ich bei einer Kündigung der Auto-Police beachten?

Theodor Pischke: Man muss die Kündigungs­frist einhalten. Sie beträgt einen Monat zum Ende des Versicherungs­jahres. Der Stichtag ist für die meisten Verträge also der 30. November. Deshalb laufen derzeit auch große Werbe­kampagnen von vielen Versicherern. Man sollte seinen alten Vertrag jedoch erst dann kündigen, wenn man einen neuen Versicherer gefunden hat. Denn ein Kasko-Versicherer muss einen Kunden nicht annehmen und ein Haft­pflicht-Versicherer muss dem Kunden nur die gesetzlich vorgeschriebene Deckungs­summe von 7,5. Mio. Euro bieten.

Sich selbst ein Bild vom Preis machen

Soupi: Gibt es eine Möglich­keit, potenzielle Einsparungen durch einen Wechsel im Vorfeld zu berechnen? So eine Art Kasko-Rechner?

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Ganz viele Versicherer haben Rechner ins Netz gestellt. Auf diesen kann man sich aufgrund seiner persönlichen Daten den Beitrag ausrechnen lassen. So wird man zumindest sensibilisiert für die aktuelle Preislage, um so seinen alten Beitrag richtig einschätzen zu können. Wir bieten auf test.de auch die Möglich­keit, sich güns­tige Tarife ausrechnen zu lassen. Dieser Service kostet 16 Euro.

Hillibilli: Ich fahre einen 50 ccm Roller. Kann ich mir die Versicherungs­jahre anrechnen lassen?

Theodor Pischke: Bei einigen Versicherern ist dies möglich. Dies gilt sowohl für Mopeds als auch Roller und Mofas. Wir haben untersucht, welche Versicherer dies möglich machen. Die Ergeb­nisse finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Finanztest.

Fahr­anfänger können Vertag über die Eltern abschließen

Cobain: Kann mein Vater ein drittes Auto anmelden, damit ich Fahr­anfängerin (24) güns­tiger in den Tarif komme?

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Die Zweitwa­genregelung sieht in der Regel einen Beitrags­satz von 140 Prozent in Haft­pflicht vor. Gleiches gilt auch meist, wenn der Führer­scheinneuling seinen ersten eigenen Vertrag beim Versicherer der Eltern abschließt. Unfall­freie Jahre werden dann gleich auf diesen Vertrag ange­rechnet. Die Zweitwa­genregelung ist insofern zunächst nur güns­tiger, wenn man eine bessere Einstufung als den Beitrags­satz von 140 Prozent erhält. Die sogenannte Zweitwa­genregelung gilt auch für das Dritt­fahr­zeug. Die Zweitwa­genregelung ist insofern etwas ungüns­tiger, als dass die Nutzung durch den Fahr­anfänger nachgewiesen werden muss, um später auf einen eigenen Vertrag ange­rechnet werden zu können. Manche Sonder­einstufungen für Zweitwagen sehen auch ein bestimmtes Mindest­alter für die Fahrer vor.

Rabatt­handel probieren

Knut: Lohnt sich ein „Versicherungs-Hopping“ oder gibt es eine Art Treuebonus bei Auto­versicherungen?

Theodor Pischke: Auch, wenn Sie Ihrem Versicherer treu bleiben wollen, lohnt es sich, nach güns­tigeren Angeboten Ausschau zu halten und seinen Versicherer damit zu konfrontieren. Dann geht er womöglich mit dem Beitrag runter.

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Einige Versicherer bieten auch einen sogenannten Treuebonus. Aber auch hier gilt wie bei allen Rabatten: Entscheidend ist immer der tatsäch­lich zu zahlende Beitrag.

Theodor Pischke: Ein Rabatt bedeutet nicht auto­matisch, dass der Endbeitrag günstig ist.

Heinz. U.: Ich bin seit 20 Jahren bei der gleichen Versicherung und möchte eigentlich nicht wechseln. Besteht die Möglich­keit, bei der eigenen Versicherung Rabatte auszuhandeln, wenn man sie auf die güns­tigeren Angebote der Konkurrenz aufmerk­sam macht?

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Das muss man ausprobieren.

Rabatt­schutz und Rabatt-Retter sind an Versicherer gebunden

George: Ich habe seit einigen Jahren bei der HUK 24 Classic Versicherung, Schadens­frei­heits­klasse (SF25). Muss ich noch zusätzlich gegen Mehr­kosten Rabatt­schutz in Haft­pflicht und Kasko beantragen, um in den Genuss der Rabattrettung zu gelangen? Oder ist dies nur bei nied­rigerer SF-Klasse erforderlich?

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Sie müssen nach­schauen, ob ein Rabatt-Retter in diesem Vertrag vorgesehen ist. Das bedeutet, dass Sie bei einem Schadens­fall und einem Beitrags­satz von 30 Prozent diesen nicht verlieren. Einen Rabatt­schutz gibt es meist nur gegen Mehr­beitrag. Er gilt oft für nied­rigere Schadenfrei­heits­klassen, meist ab Klasse 4. Der Abschluss kann sich durch­aus lohnen. Wer einen Rabatt­schutz anbietet, kann im aktuellen Finanztest-Heft nachgelesen werden. Solche Besserstel­lungen sind oft an den jeweiligen Versicherer gebunden. Dem neuen Versicherer werden unfall­freie Jahre und Schadenfälle mitgeteilt. Danach wird die neue Einstufung vorgenommen. Der neue Versicherer ist nicht an die durch einen Rabatt-Retter oder einen Rabatt­schutz vorgenommene bessere Einstufung gebunden.

Mrmuh80: Kann ein Versicherungs­nehmer mehrere SF-Klassen „besitzen“?

Theodor Pischke: Ja, zum Beispiel kann der Zweitwagen anders einge­stuft sein als das Erst­fahr­zeug.

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Natürlich können auch die Schadenfrei­heits­klassen in Haft­pflicht und Voll­kasko unterschiedlich sein.

George: Behält man seinen Schadens­frei­heits­rabatt für Voll­kasko, wenn man z.B. nach drei Jahren Voll­kasko (VK) nur noch Teilkasko (TK) versichert und später bei einem neuen Kfz wieder drei Jahre VK versichert?

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Die meisten Vertrags­unter­brechungen sind bis zu sieben Jahren unschädlich für die Schadenfrei­heits­klassen. Die genauen Rege­lungen findet man in den jeweiligen Versicherungs­bedingungen und auch Aussagen dazu in unserer aktuellen Finanztest-Ausgabe.

Jedes unfall­freie Jahr führt zu einer höheren Schadenfrei­heits­klasse

Pardon: Wie lange dauert es eigentlich, bis die Prozente bei unfall­freiem Fahren sinken? Gibt es da eine Faust­regel oder entscheidet das die Versicherung ganz allein?

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Die genaue Regelung ist in den Versicherungs­bedingungen verankert. Jedes unfall­freie Jahr führt zu einer höheren Schadenfrei­heits­klasse. Nicht aber auch gleich­zeitig immer zu einem besseren Beitrags­satz, da manche Schadenfrei­heits­klassen mit demselben Beitrags­satz belegt sind. Zum Beispiel sind oft die Schadens­frei­heits­klassen 14 und 15 jeweils mit dem Beitrags­satz von 40 Prozent, die Klassen 18 bis 21 mit dem Beitrags­satz von 35 Prozent belegt.

Voll­kasko­schutz vom Wert des Autos abhängig machen

Testuser160: Kann man Pauschal sagen, wann sich eine Teilkasko- bzw. eine Voll­kasko­versicherung lohnt/rentiert?

Theodor Pischke: Nein, das kann man so pauschal nicht sagen. Es kommt auf das Alter des Fahr­zeugs und auf den Beitrags­satz in der Voll­kasko an. Manchmal ist eine Voll­kasko-Versicherung nicht viel teurer als eine Teilkasko. Fragen Sie Ihren Versicherer nach dem Preis­unterschied.

AngryY­oungMan: Ab welchem Alter des KFZ sollte man über die Kündigung der Voll­kasko nach­denken?

Theodor Pischke: Wenn Sie schon über 20 Jahre lang unfall­frei fahren, ist der Beitrag für die Voll­kasko-Versicherung schon sehr nied­rig und dann nicht mehr sehr viel teurer als der für die Teilkasko. Wenn Sie es individuell ganz genau wissen wollen, können Sie unseren Kfz-Versicherungsvergleich nutzen. Wir rechnen Ihnen dann nach Ihren Angaben konkrete Angebote aus.

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Es gibt zwar keine Faust­regel, aber nach vier bis fünf Jahren kann man über­legen, ob man auf eine Teilkasko-Versicherung umsteigt, die ja haupt­sächlich den Diebstahl­schutz und Schäden durch Naturge­walten beinhaltet. Es hängt immer vom Fahr­zeug­wert ab. Nach zehn Jahren stellt sich die Frage, ob sich der Diebstahl­schutz noch lohnt. Diese Fragen sind sehr individuell zu beant­worten.

Schadenfrei­heits­rabatt nur für einen Fahrer pro Auto möglich

A. Fuhr­mann: Müssen Fahr­zeug­inhaber und Versicherungs­nehmer identisch sein?

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Nein, aber manche Tarife haben dies als Annahme­voraus­setzung. Das heißt, wenn diese beiden Personen nicht identisch sind, kann man den entsprechenden Tarif nicht abschließen.

Theodor Pischke: Ausnahmen gibt es zum Teil bei Part­nern oder Kindern.

Christoph: Meine Schwester ist Versicherungs­nehmer, ich bin als zusätzlicher/sons­tiger Fahrer einge­tragen (nur mit Geburts­datum, kein Name etc.). Zählen dann auch bei mir die unfall­freien Jahre, wenn ich eine Versicherung auf meinen Namen abschließen würde?

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Nein, es sei denn, Ihre Schwester würde auf ihren Schadens­frei­heits­rabatt verzichten und ihn auf Sie über­tragen. Dies gilt nur, wenn die Nutzung nachgewiesen werden kann und maximal für die Dauer, für die Sie eine Fahr­erlaubnis besitzen. Eine Aufsplittung des Schadens­frei­heits­rabattes zwischen Ihnen und Ihrer Schwester ist in der Regel nicht möglich.

Wenn der Opa den Enkel versichert

U. B., Lollar: Mein Enkel fährt mit einem über mich versicherten Auto. In welchem Alter sollte er eine Versicherung auf seinen Namen laufen lassen?

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Auch hier gilt Ähnliches wie gerade beschrieben. Sie müssten auf Ihren Schadens­frei­heits­rabatt verzichten. Der Enkel kann dann bei vielen Versicherern bei Nach­weis der gemein­samen Nutzung des Fahr­zeugs für maximal die Dauer des Führer­schein­besitzes den Schadenfrei­heits­rabatt über­nehmen.

Schubert P.: Was spielt es bei Kfz-Versicherung für eine Rolle, ob ich eine Eigentums­wohnung oder ein Haus habe?

Theodor Pischke: Es gibt Versicherer, die dann einen Rabatt anbieten. Doch hier gilt dasselbe wie bei allen Rabatten: Das bedeutet nicht, das unterm Strich ein güns­tiger Beitrag heraus­kommt.

Gutmensch: Gibt es noch Versicherungen, die einen Rabatt für Schwerbehinderte anbieten? Wenn ja, welche?

Theodor Pischke: Wir kennen keine Versicherer, die dies anbieten.

Geht der Versicherer pleite, müssen Kunden neue Gesell­schaft suchen

Pardon: Stich­wort Ineas-Versicherung und Co.: Was muss ich tun, wenn mein Versicherer Pleite geht? Stehe ich bei kleinen, vielleicht risiko­anfäl­ligen Direkt­versicherern dann möglicher­weise ohne Versicherungs­schutz da?

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Geht ein Versicherer pleite, tritt für die Schäden der Unfall­opfer die Verkehrs­opfer­hilfe ein. Eigene Kaskoschäden hingegen werden meist erst aus der Insolvenzmasse bedient – wenn über­haupt.

Theodor Pischke: Diese Regelung gilt für alle Auto­versicherer.

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Sollte sich eine Pleite ankündigen, ist es ratsam, sich um einen neuen Versicherungs­schutz zu bemühen.

Chili: Ist es sinn­voll, monatliche Bezahlung zu vereinbaren, hinsicht­lich des Insolvenzrisikos des Versicherers (Ineas)?

Theodor Pischke: Eigentlich nicht. Wenn Sie monatlich zahlen, können Sie die Zahlung recht­zeitig stoppen. Dies allein wäre für mich aber kein Grund, meinen Versicherungs­beitrag monatlich zu zahlen, denn dies ist immer teurer als eine jähr­liche Beitrags­zahlung.

KCC: Muss die Kündigung per Einschreiben erfolgen oder genügt ein Anruf?

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Wir empfehlen, per Einschreiben mit Rück­schein zu kündigen. Ein Anruf ist nicht ausreichend.

Versicherungs­aufsicht prüft die Gesell­schaften

A. Meyer: Gibt es ein Prüfsiegel für Versicherungen? Kann man allen Versicherungen aus der Werbung vertrauen oder gibt es da schwarze Schafe? Gerade bei Internet-Versicherungen weiß man ja nicht, mit wem man es zu tun hat.

Theodor Pischke: Prüfsiegel gibt es viele. Diese sind aber nicht immer vertrauens­würdig. Bei der Einschät­zung des Beitrags­niveaus und der Darstellung der Leistung können Sie sich auf die Tests der Stiftung Warentest verlassen. Wir nennen die Versicherer, die ein güns­tiges Beitrags­niveau haben und stellen tabellarisch auch einen wichtigen Teil von deren Leistungen dar.

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Informationen zu Versicherungs­gesell­schaften erhält man auch auf der Website der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (BaFin). Die BaFin kontrolliert auch die Finanz­stärke der Versicherer. Dies unter­suchen wir nicht.

KCC: Ist die Insolvenzgefähr­dung Betriebs­geheimnis oder kann man sich irgendwo informieren?

Theodor Pischke: Es ist Sache der Versicherungs­aufsicht, die Bilanzen der Versicherer zu prüfen. Sie sorgt dafür, dass ein Versicherer nicht so knapp wirt­schaften darf, dass er seine Verträge nicht mehr erfüllen kann.

Insassen-Unfall­versicherung braucht keiner

Moderator: Zwei Fragen gebündelt.

Steffili: Ist die Insassen-Unfall­versicherung nicht voll­kommen zweck­los? Wird man bei einem Angebot durch den Versicherer nicht evtl. über den Tisch gezogen? Insassen sollten doch auto­matisch mitversichert sein?

Chili: Ich habe derzeit neben der Haft­pflicht und Voll­kasko noch eine Insassen­versicherung. Ist diese Insassen­versicherung nötig, wenn ich meist alleine fahre?

Theodor Pischke: Wir halten eine Insassen-Unfall­versicherung für über­flüssig. Mitfahrer sind über ihre Kfz-Haftpflichtversicherung geschützt, wenn Sie für sich selbst Unfall­schutz oder Invaliditäts­schutz möchten, schließen Sie am besten eine Berufs­unfähigkeits­versicherung ab. Die ist leider oft sehr teuer. Dann können Sie auch eine private Unfall­versicherung abschließen. Sie schützt nicht nur bei Verkehrs­unfällen, sondern auch bei allen anderen Unfällen.

Bei grober Fahr­lässig­keit zahlt Versicherer weniger

Maria Kern: Stimmt es, dass einige Versicherer nicht zahlen, wenn man eine rote Ampel über­fährt (grobe Fahr­lässig­keit)? Danke für Ihre Antwort.

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Bei grob fahr­lässig verursachten Schadenfällen wird heute „gequotelt“. Das heißt: Der Schaden­ersatz wird in Abhängig­keit vom Grad des Verschuldens des Unfall­ver­ursachers ermittelt. Es gibt aber auch Tarife, die auf den Einwand der groben Fahr­lässig­keit verzichten. Dann trägt der Versicherer den Schaden, außer bei Diebstahl und Schäden unter Drogen und Alkohol­einfluss. Manchmal gibt es noch weitere Leistungs­einschränkungen, wie zum Beispiel, wenn der Schaden während der Fahrt beim Telefonieren mit dem Handy passiert.

Marcel: Welche Deckungs­summe ist bei der Haft­pflicht nötig?

Theodor Pischke: Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindest­deckung von 7,5 Millionen Euro. Wir empfehlen jedoch eine Mindest­deckung von 50 Millionen Euro, besser noch 100 Millionen Euro pauschal (Personenschäden abhängig vom Tarif zwischen meist acht und 15 Millionen Euro).

Webel: Unser Sohn nimmt ab 16.1.2011 am Begleitenden Fahren teil. Sollte man die Versicherung schon ab 1.1.2010 für den Familien­wagen einschließen oder erst ab dem Termin?

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Ihr Sohn wird im Regelfall dann in Ihren Vertrag aufgenommen, wenn er die „vorläufige“ Fahr­erlaubnis besitzt. Sprechen Sie mit Ihrem Versicherer, um eine güns­tige Lösung zu finden.

Mrmuh80: Ein Tipp: Falls man die SF-Klasse von jemanden über­nehmen möchte, so sollte man bei verschiedenen Versicherern nach­fragen. Ich habe einen Versicherer gefunden, der es mir erlaubte, die SF-Klasse von der Groß­mutter meiner Frau zu über­nehmen.

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Von wem die Über­nahme des Schadenfrei­heits­rabattes akzeptiert wird, ist in den Versicherungs­bedingungen des jeweiligen Tarifs zu finden. Meist handelt es sich dabei um Verwandte ersten Grades oder um Personen, mit denen man in häuslicher Gemeinschaft lebt. Wollen Sie den Schadens­rabatt von einer anderen Person über­nehmen, hängt die Akzeptanz von der Kulanz des Versicherers ab.

Sonderkündigungs­recht bei steigendem Beitrag

Moderator: So, die Chat-Zeit ist auch schon fast um: Wollen Sie noch ein kurzes Schluss­wort an die User richten?

Theodor Pischke: Für alle, die noch einen Versicherer suchen, lohnt es sich, in die kommende Ausgabe von Finanztest zu schauen. Wir haben noch einmal ganz aktuell das Beitrags­niveau zum 1.1.2011 ermittelt und viele weitere Informationen dazu.

Beate-Kathrin Bexterm­öller: Über die normale Kündigung bis zum 30. November hinaus gibt es auch noch eine weitere Möglich­keit, zu kündigen: Nämlich wenn die Beitrags­rechnung sich erhöht hat, ohne dass sich die Leistungen erweitert haben. Dann können Sie inner­halb von vier Wochen nach dieser Mitteilung kündigen.

Moderator: Das waren 60 Minuten test.de-Expertenchat. Vielen Dank an die User für die vielen Fragen – die wir aus Zeitgründen leider nicht alle beant­worten konnten. Vielen Dank auch an unsere Finanztest-Experten für die kompetenten Antworten. Das Tran­skript dieses Chats können Sie in Kürze auf test.de nach­lesen. Das Chat­team wünscht allen Beteiligten noch einen schönen Tag.

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