Ein Reisender, der eine Pauschalreise bucht, muss Änderungen der Flugzeiten in Kauf nehmen. So urteilte das Amtsgericht Hannover, dass eine Vorverlegung des Abflugs von 15 auf 7 Uhr keinen Reisemangel darstellt, wenn dies dem Reisenden rechtzeitig mitgeteilt wird. Auch die Verlegung des Rückflugs um drei Stunden müsse hingenommen werden. Ein Reisemangel, so das Gericht, sei erst bei mehr als vierstündigen Verspätungen gegeben (Az. 520 C 6517/01).

Ähnlich entschied das Amtsgericht Hamburg in einem anderen Fall. Auch hier waren die Richter der Meinung, dass eine Flugverschiebung hinzunehmen sei. Der erste und der letzte Urlaubstag müssen für An- und Abreise verwendet werden und stellen somit keine Erholungstage dar. Wenn Abmachungen bezüglich der Abholung vom Flughafen nicht eingehalten werden können, ist das das Risiko des Reisenden (Az. 18A C 393/00).

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