Cellulite: Was ist das eigentlich?

Hautärzte bezweifeln, dass kosmetische Mittel etwas Grundlegendes gegen Cellulite bewirken können. Sie bezeichnen die Orangenhaut als sekundäres Geschlechtsmerkmal, mit dem Frauen leben müssen.

Cellulite ist keine Krankheit, sondern ein typisch weibliches Phänomen. So der Berliner Dermatologe Professor Fritz Nürnberger, der Urvater der Celluliteforschung. In zahlreichen Untersuchungen entdeckte er Cellulite in mehr oder weniger ausgeprägter Form bei mehr als 80 Prozent der untersuchten Frauen. Männer bleiben aufgrund ihres anders gearteten Hormonhaushalts und ihrer spezifisch männlichen Hautstruktur davon verschont. Tritt dennoch Cellulite auf, hängt das meistens mit einem Mangel an Androgenen, den männlichen Sexualhormonen, zusammen.

Bei Frauen sind nicht nur Ober- und Lederhaut dünner als beim Mann, der Hauptunterschied liegt in der Fettschicht, die in bestimmten Regionen gewöhnlich dicker ist als beim Mann, zum Beispiel am Oberschenkel, Bauch, Knie. Auch die einzelnen Fettzellkammern sind größer. Da das weibliche Bindegewebe nur locker vernetzt ist (um sich bei einer Schwangerschaft ausdehnen zu können), drücken sich diese Fettkammern meist bis nach außen hin sichtbar durch. Dann ist das typisch genoppte Hautbild der Cellulite zu erkennen, das mit den Jahren immer deutlicher sichtbar wird. Außerdem behindert die Fettansammlung in diesen Bereichen die Durchblutung und den Transport von Gewebswasser und Lymphe. Begünstigt wird Cellulite durch Vererbung, Bewegungsmangel und falsche, zu fette Ernährung.

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