Mehrere Hundert Handelsvertreter der Schweizer Cashback-Holding AG mit Sitz in St. Gallen wenden sich derzeit an Verbraucher und Händler in Deutschland, um sie für ein dubioses „Geld-zurück-System“ zu gewinnen.

Verbrauchern wird für 99 Euro „Verwaltungsgebühr“  jährlich eine so genannte Cashback-Card angeboten, mit der sie bei den Akzeptanzstellen der Cashback-Holding einkaufen können. Dafür verspricht ihnen die Firma, sie solange an ihrem Umsatz teilhaben zu lassen, bis sie den Preis für diese gekauften Ware zurückbekommen haben.

Um die Zahl der Akzeptanzstellen zu ­erhöhen, wird Geschäftsleuten auch schon mal Druck gemacht, wenn sie die knapp 300 Euro Beitrittsgebühr (ohne Karte) nicht zahlen wollen. Der örtliche Konkurrent sei nämlich bereit, eine Provision an Cashback abzuführen, wenn ein Cashback-Kunde bei ihm einkauft. Und das tue dieser natürlich gern, wenn er dann zum Beispiel sein Auto umsonst bekomme, argumentierten Vermittler gegenüber einem Händler. Der befürchtet nun, dass die Kunden zur Konkurrenz wechseln. Die Cashback-Holding distanziert sich von solchen Vertriebsmethoden. Sie wirbt weiter für die wundersame Geldverteilung.

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