Carvingskier Test

Auf die Piste, fertig, los! Wenn der Winter so viel Schnee bringt wie die ersten Novembertage, ist eine gute Skisaison garantiert. test.de zeigt die besten Carver. Im Test: 21 Abfahrtskier der gehobenen Preisklasse bis 700 Euro.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Carvingskier

Racer geben mehr Sicherheit

Sieben Männer und eine Frau gingen für die Stiftung Warentest auf die Piste. Alles erfahrene Skifahrer – mit unterschiedlichen Vorlieben allerdings. Eine Gruppe fuhr betont sportlich mit engen Kurven, für die andere zählten vor allem Laufruhe und Komfort. Erstaunliches Ergebnis: Die stark taillierten Racecarver lagen in beiden Gruppen vorn. Die sportlichen Racer haben mehr Kantengriff. Das steigert das Sicherheitsgefühl. Auch bei zurückhaltender Fahrweise.

Head i Supershape fährt vorn

Der Testsieger heißt Head i Supershape SW. Ein Racecarver mit den insgesamt besten Fahreigenschaften. Kurze Schwünge, lange Schwünge oder klassischer Parallelschwung: Der Supershape macht immer eine gute Figur. Auch bei matschigem Schnee fährt sich dieser Carver noch gut. Preis mit Bindung: etwa 650 Euro. Fast gleichauf liegen drei weitere Racecarver: Salomon Equipe, Völkl Racetiger und Dynastar Omeglass. Preise: 600 bis 700 Euro – mit Bindung.

Fischer Cool Heat besonders preiswert

Deutlich preiswerter ist der Spitzenreiter in der Gruppe der Allroundcarver. Allroundcarver sind für alle Fahrstile geeignet, vor allem für sicheres, genüssliches Fahren. Sie sind die meistgekauften Skier. Der Fischer RX Cool Heat kostet im Set mit Bindung rund 460 Euro. Auch dieser Ski überzeugt mit guten Fahreigenschaften und durchweg guten Noten. Insgesamt hinterließen die sportlichen Racecarver aber den besseren Eindruck. Weniger überzeugen konnten die Fahreigenschaften der Allroundcarver von Dynastar, Blizzard, Kneissl, Elan und Rossignol. Die Testfahrer stuften sie insgesamt schlechter ein.

Hightech aus Holz, Glasfaser und Titan

Cool Heat, Apache Stryker, Monster und Tornado: Moderne Skier sind nicht nur sprachlich hipp und very english. Unter den martialischen Etiketten steckt auch High-Tech pur. Hochwertige Skier haben einen mehrschichtig verleimten Holzkern, Verstärkungen aus Titan und anderen High-Tech-Materialien und eine Hülle aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Der Ski muss biegsam, aber zugleich verwindungssteif sein. Leicht und doch stabil. Reißfest und aufprallsicher. Die meisten Hersteller kriegen das hin – wie die Technikprüfung zeigt.

Crashtest mit 70 Kilo

Kawumm! Im Labor machen die Skier Bekanntschaft mit einer Stahlplatte und verschiedenen Gewichten. Die Techniker belasten Skischaufeln und -enden mit bis zu 70 Kilogramm Gewicht, ziehen sie hoch und lassen sie wieder auf eine Stahlplatte schlagen. Erfreulich: Die meisten Skier überstehen diese Tortur ohne jeden Schaden. Haltbarkeit: sehr gut. Probleme gab es nur bei den getesteten Modellen von Kneissl, Elan und Rossignol.

Probleme bei Kneissl, Elan und Rossignol

Beim Allroundcarver Rossignol Bandit riss die Stahlkante im Schlagtest aus. Das spricht nicht gerade für hohe Fertigungsqualität. Haltbarkeit: nur knapp ausreichend. Bei den Allroundern Kneissl Free und Elan Magfire und beim Racecarver Rossignol Radical ist die Stahlkante zwar stabil, aber nicht hoch genug. Nach mehrmaligem Kantenschleifen bleibt hier kaum noch etwas übrig. Punktabzug. Urteil: nur befriedigend - denn auf die Skikante kommt es beim Carven schließlich an. Die Fahrt auf der Kante bringt Wendigkeit, Spaß und Schwung.

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