Nutzen statt besitzen

Investitionen nötig

Doch um das Autoteilen flächendeckend zu einer Alternative zu machen, die das eigene Auto ersetzen kann, müssen die 360 Car-Sharing-Unternehmen in Deutschland noch viel in Fuhrpark und Logistik investieren. Das derzeitige Angebot erinnert noch zu stark an die umweltbewegten Anfänge, als Car-Sharing noch "Nachbarschafts-" oder "Stadtteilauto" hieß. Denn noch immer muss ein Autoteiler den geliehenen Wagen nach Gebrauch genau an der Station wieder abgeben, an der er ihn abgeholt hat.

Auch die geringe Dichte des Stationsnetzes steht einer breiten Nutzung noch entgegen. Wer mehr als eine Viertelstunde zur nächsten Ausleihstation benötigt, ist im innerstädtischen Bereich mit Bussen und Bahnen meist schneller unterwegs. Fortschritte erhoffen sich die Car-Sharing-Unternehmen durch den Einsatz neuer Technik.

So ersetzt bei der Stadtmobil GmbH in Frankfurt/M. eine Chipkarte das umständliche Hantieren mit Fahrtenbüchern und Tresorschlüsseln. Die Karte öffnet die Fahrzeugtür und aktiviert den Bordcomputer, der die gefahrenen Kilometer elektronisch an die Zentrale meldet. Dieses System soll bald bundesweit eingeführt werden. Dann soll es auch problemlos möglich sein, mit einer Kodekarte aus Berlin ein Auto bei einem Car-Sharing-Unternehmen in Stuttgart oder Köln zu nutzen.

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