Canon EOS 650 D Meldung

Canon weist darauf hin, dass die Gummigriffe einzelner Geräte der Digitalkamera-Serie EOS 650 D allergische Hautreaktionen auslösen können. Grund: Auf der Gummierung der Griffe befinden sich geringe Mengen Ziram. Erkennen können Nutzer das an weißen Verfärbungen der Gummioberfläche. test.de klärt die wichtigsten Fragen.

Welche Geräte sind betroffen?

Konkret betroffen sind laut Canon Geräte der Reihe EOS 650 D, die zwischen 31. Mai 2012 und 27. Juni 2012 gekauft wurden.

Wie erkenne ich ob meine Kamera dazu gehört?

Auf der Webseite von Canon können Besitzer der Kamera die Seriennummer eingeben. Nach Eingabe der Seriennummer erscheint eine Information, ob das Gerät betroffen ist oder nicht. Äußerlich sorgt das Ziram dafür, dass sich die Gummierung des Griffes weiß verfärbt.

Was muss ich tun, wenn mein Gerät betroffen ist?

Canon bietet betroffenen Kunden eine kostenlose Reparatur der Kamera an. Dafür müssen Kunden allerdings eine autorisierte Servicestelle anlaufen. Wo sich die nächste Servicestelle befindet, steht auf der Unternehmensseite von Canon. Kunden können Canon auch telefonisch unter 069 / 29 99 36 80 kontaktieren oder den E-Mail-Support anschreiben.

Was ist Ziram und wie gefährlich ist es?

Ziram ist eine Zinkverbindung die zum Beispiel im Obst- und Weinbau als Fungizid, also als Mittel gegen Pilzbefall eingesetzt wird. In Deutschland ist es als solches allerdings nicht zugelassen. Darüber hinaus wird Ziram auch bei der Gummiherstellung verwendet. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat für Ziram eine erlaubte Tagesdosis von zwei Milligramm festgelegt. Bei empfindlichen Menschen kann der Stoff allergische Reaktionen auf der Haut und auch in den Augen hervorrufen, sollten diese in Kontakt mit dem Ziram kommen. Betroffene sollten sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen, wenn sie solche Symptome feststellen.

Wie kommt das Ziram auf die Kameragriffe?

Laut Canon wurde bei der Herstellung der Kamera kein Ziram verwendet. Vielmehr soll es durch eine chemische Reaktion eines Gummibeschleunigers mit anderen Substanzen in den Gummigriffen zur Bildung von Ziram gekommen sein. Von diesem Gummibeschleuniger sei bei einem Teil der Produktion eine höhere Menge als üblich verwendet worden.

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