Im Keks oder Tee, als Joint oder Pfeife – Cannabis gilt als meistgenutzte illegale Droge der Welt. In Deutschland hat jeder dritte junge Erwachsene Erfahrungen damit. Und ungefährlich ist das wohl nicht. Denn die Nutzer zeigen auffällig oft Anzeichen psychischer Krankheiten, besonders von Psychosen, wie mehrere Studien belegen. Eine erschien diesen März im „British Medical Journal“. Dafür befragten Forscher rund 2 000 Jugendliche aus dem Raum München im Lauf von zehn Jahren dreimal zu Cannabiskonsum und Seelenzustand. Rund 400 Teilnehmer berichteten über Erfahrungen mit der Droge, teils beim ersten, teils erst beim zweiten Interview. Im weiteren Studienverlauf zeigte sich: Wer neu mit dem Kiffen beginnt, verdoppelt nahezu sein Risiko für psychotische Beschwerden. Keine Belege fanden sich für die These, dass Cannabis unbewusst als Medizin bei seelischen Problemen dient. Vielmehr scheint die Droge, besonders bei langem Konsum, selbst das Risiko für psychotische Erkrankungen zu erhöhen.

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