Camcorder: Videos schneiden

Videos ohne Nachbearbeitung sind wie Models ohne Styling. Im besten Fall hübsch anzu­schauen, aber ohne Glamour. Spannend wird ein Video erst durch den richtigen Schnitt.

Gute Videos erzählen Geschichten

Unge­schnittene Urlaubs­filme sind eine Qual: Lang­atmig, verwackelt und mit grausigem Ton. Gute Videos erzählen Geschichten. Die entstehen durch Schnitt. Schnitt heißt: Szenen auswählen, schneiden, aufhübschen, nach­vertonen und mit Musik unterlegen. Lesen Sie hier, was Sie brauchen, um Ihre Videos aufzupeppen.

Video­schnitt: Importieren, Bearbeiten, Brennen

Digitale Videos werden digital geschnitten - auf dem PC. Dafür brauchen Sie ein Video­schnitt­programm. Kleine Programme oder Probever­sionen gibt es bei vielen Camcordern dazu. Sie taugen zumindest zum Ausprobieren. Auch Microsoft und Apple bieten heute kostenlose Schnitt­programme an: Windows Live Movie Maker und Apple iLife iMovie. In den neuen Versionen der Betriebs­systeme Wind­ows und Mac OS sind diese Programme bereits integriert. Sie schneiden auch HD-Aufnahmen. Für den Einstieg reichen sie.

Schnitt­programme mit vielen Funk­tionen

Besser ist gekaufte Software mit vielen Funk­tionen. Adobe Premiere Elements etwa, Magix Video deluxe oder Pinnacle Studio Plus. Diese Programme kosten etwa 100 Euro. Ein Video­schnitt­programm hat grob skizziert folgende Funk­tionen: Es importiert die Video­daten, stellt Werk­zeuge für Anzeige und Schnitt bereit, kann die Bilder aufhübschen, nach­vertonen und den fertigen Film auf DVD oder Blu-ray-Disc brennen.

Vom Camcorder zum PC

Erster Schritt ist die Über­tragung der Videos auf den PC. Alle Camcorder können ihre Daten an den PC über­tragen. Am schnellsten geht das bei Camcordern mit Fest­speicher oder Speicherkarte. Die Verbindung erfolgt via USB-Anschluss. Speicherkarten lassen sich auch direkt im Rechner lesen.

Schneller Rechner

Wer HD-Videos bearbeiten will, braucht einen schnellen, leistungs­starken Rechner. Die meisten Schnitt­programme rechnen die Bild­informationen zunächst um, weil im komprimierten MPEG-4-Daten­strom Bild­informationen für einzelne Bilder fehlen. Jedes Umrechnen kostet Zeit und Rechen­leistung. Die Programme dekomprimieren die Aufnahmen. Erst diese entpackte Version lässt sich bild­genau schneiden.

Eine Stunde pro Minute

Zweiter Schritt beim Video­schnitt ist der eigentliche Schnitt. Die Schnitt­programme zerlegen das Video dazu in einzelne Szenen und Bilder. Auf einem so genannten Storyboard können Sie die besten Szenen auswählen und neu kombinieren. Das erfordert Übung, künst­lerische Begabung und vor allem viel Zeit. Rechnen Sie mit einer Stunde Bearbeitungs­zeit für jede Minute Video­film. Das ist nicht über­trieben. Professionelle Cutter verwenden oft noch mehr Zeit auf einzelne Szenen. Sind die Aufnahmen neu arrangiert, können Sie sie mit Musik unterlegen und nach­vertonen. Erst das Zusammen­spiel von Bild und Ton gibt einem Video den Schliff.

Videos aufhübschen

Gute Schnitt­programme schneiden die Videos nicht nur, sie können die Bilder auch aufhübschen: Heller machen, dunkler machen, Farben verändern oder verwackelte Bilder schärfen. Einige Programme korrigieren Bild­fehler sogar auto­matisch. Gute Ergeb­nisse beim Aufhübschen liefert beispiels­weise Pinnacle Studio Plus. Einfacher in der Hand­habung ist Magix Video deluxe.

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