Calling-Cards im Ausland: Wenn einer eine Reise tut

Anbieter von Calling-Cards werben vor allem mit dem Versprechen, die Reisekasse zu entlasten und praktisch in jedem Land einsetzbar zu sein.

Viele Unternehmen haben einzelne Calling-Cards für bestimmte Länder oder Kontinente im Sortiment (beispielsweise für Russland oder Asien bei Mox). Andere werben damit, dass eine einzige Karte in vielen verschiedenen Ländern funktioniert. Die Transcard international von Transglobe zum Beispiel soll in 42 Ländern, von den Bahamas über Israel, Japan bis hin zu den USA einsetzbar sein. Doch Telefonieren mit Calling-Cards im Ausland ist nicht immer so einfach, wie es die Anbieter gern vermitteln.

Viele Karten funktionieren nicht problemlos. Entweder kommt es zu falschen Abrechnungen wie zum Beispiel bei C3: Statt der versprochenen 30 Cent pro Gesprächsminute (Handy und Festnetz) aus Österreich nach Deutschland mit der ApresSki-Karte, wurden 33 Cent abgezogen. Bei anderen Karten bereitete schon allein das Telefonieren Schwierigkeiten: So funktionierte zum Beispiel die T-Card der Deutschen Telekom in keinem der vier ausgewählten Testländer (Österreich, Großbritannien, Italien, Frankreich) ohne Probleme. Aber es gab auch Lichtblicke. Ohne Beeinträchtigungen oder falsche Abrechnungen konnten wir mit den Calling-Cards von Transglobe, Median, Mox und CS-Telecom telefonieren. Bei Telefonaten aus Hotelzimmern ist aber Vorsicht geboten. Einige Hotels kassieren Extragebühren für die Anwahl der Calling-Card-Zugangsnummern (0800). Andere sperren diese Nummern ganz.

Tipp: Fragen Sie an der Rezeption, wie das Hotel mit der kostenfreien 0800-Nummer umgeht. Erschwert es die Telefonate mit der Calling-Card oder macht es sie unmöglich, sollte man auf die Telefonzelle vor dem Hotel ausweichen. Hier müssen Sie aber wissen, dass sich nach dem Gespräch aus einer Telefonzelle mit Wahlwiederholung Zugangsnummer und Pin noch im Speicher des Apparates befinden. Heben Sie also noch einmal den Hörer ab und tippen Sie eine beliebige Nummer. Der Speicher des Telefons wird so überschrieben. Wer erst einmal Zugangscode und Pin besitzt, kann auf Ihre Kosten telefonieren. Lassen Sie daher die Calling-Card immer sofort sperren, wenn sie verloren geht oder gestohlen wird. Eine andere Alternative zum Hoteltelefon ist das Handy. Dabei ist jedoch auf eine Falle zu achten: Roaming-Gebühren. Sie fallen bei einem Anruf aus dem Ausland an und werden trotz Calling-Card weiter berechnet. Dann lieber doch zur Telefonzelle.

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