So haben wir getestet

Im Test

Wir haben sechs Organisationen untersucht, die Verbrauchern die Möglich­keit bieten, die von ihnen verursachten Treib­hausgase zu kompensieren. Dazu haben wir Fragebögen verschickt und die Internet­seiten der Anbieter ausgewertet. Der Unter­suchungs­zeitraum war von November bis Dezember 2017.

Qualität der Kompensation (65 %)

Bewertet haben wir unter anderem die Qualität des Zertifikate-Portfolios, die Beteiligung an der Projekt­entwick­lung und den Ausschluss von Ex-ante-Zertifikaten. Positiv ist, wenn große Wasser­kraft­projekte generell ausgeschlossen werden. Ein Hinweis auf das Prinzip „Vermeiden und vermindern vor kompensieren“ soll auf der Internetseite gut sicht­bar sein.

Trans­parenz (20 %)

Wir haben bewertet, ob die Organisation ihre Finanzen offenlegt und ob sie neben den Einnahmen, den Ausgaben sowie der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ein Vergleichs­jahr ausweist. Positiv ist die Angabe des Anteils der Ausgaben für Verwaltung und Werbung. Zudem soll veröffent­licht werden, wie viel Geld pro Jahr in die jeweiligen Projekte fließt.

Leitung und Kontrolle (15 %)

Wir haben bewertet, ob In-sich-Geschäfte untersagt sind, bei denen Geschäfts­führer Verträge mit sich selbst als Vertreter eines Dritten abschließen können. Die Prüfung der Rechnungs­legung sollte extern erfolgen. Ab 2,5 Millionen Euro Gesamt­einnahmen pro Jahr halten wir eine bean­standungs­freie Prüfung durch einen Wirt­schafts­prüfer für erforderlich. Es sollten klare Regeln zur Projekt­förderung vorliegen. Zur Qualitäts­sicherung sollte das Vier-Augen-Prinzip praktiziert werden.

Abwertung

Abwertungen führen dazu, dass sich Mängel verstärkt auf das Finanztest-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit *) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertung haben wir in der aktuellen Veröffent­lichung einge­setzt: Das Qualitäts­urteil darf nicht besser als das Urteil Qualität der Kompensation sein.

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