Butter im Test

Tipps: Einfrieren lohnt sich

Butter im Test Alle Testergebnisse für Butter 04/2018

Inhalt

Unterm Deckel halten. Butter braucht ein kühles Plätz­chen, sonst wird sie schnell ranzig. Am besten lagert sie im Butterfach der Kühl­schranktür. Dort wird sie nicht zu hart und lässt sich besser streichen. Vor Fremdgerüchen der Kühl­schrank­nach­barn schützen Dosen aus Porzellan, Glas oder Kunststoff. Die Anbieter geben Mindest­halt­barkeits­fristen von fünf bis elf Wochen an. Sie gelten für die unge­öffnete Packung.

Weniger ist mehr. Zum Frühstück oder Abend­brot die Butter ein paar Minuten vor dem Servieren aus dem Kühl­schrank nehmen – so kann sie ihr Aroma entfalten und wird streich­fähig. Stellen Sie nicht immer das ganze Butter­stück auf den Tisch, sondern nur so viel, wie voraus­sicht­lich verbraucht wird. Temperatur­ver­änderungen wirken sich negativ auf den Geschmack und die Konsistenz der Butter aus.

Eisgekühlter Vorrat. Der Preis kann gerade für konventionelle Butter schwanken. Ist er nied­rig, lohnt es, Vorräte einzufrieren. Die Butter büßt dadurch allerdings an Geschmack ein. Gefrierbrand vermeiden Sie, wenn Sie die Butter original­verpackt in einer Dose oder einem Gefrierbeutel tiefkühlen. Im Kühl­schrank taut Butter in zwei bis drei Stunden auf, bei Raum­temperatur geht es schneller.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 14.10.2020 um 13:18 Uhr
Fettsäuren und ernährungsphysiologische Qualität

@schnoko: Bevor wir eine inhaltliche Aussage in der Zeitschrift test veröffentlichen, prüfen wir intern, ob es hierfür Belege gibt. Bisher ist es bei uns (noch) nicht üblich, einen Quellen-Anhang wie bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen beizufügen. Beispielhaft möchten wir hier folgende Quelle nennen:
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0158118
Um Missverständnissen vorzubeugen sei angefügt, dass wir mit Bedacht formuliert hatten „viele der gesättigten Fettsäuren der Butter“, denn langkettige gesättigte Fettsäuren gelten nach wie vor als nachteilig, während die mittelkettigen und verzweigten Fettsäuren aus der Butter heute als vorteilhaft angesehen werden.
Omega-3-Fettsäuren in Milch durch Grünfutter: Aus unserer eigenen Testarbeit hatten wir wiederholt darüber berichtet (erstmals 2011) und die Anteile der Omega-3-Fettsäuren in den Test-Tabellen genannt. Der Zusammenhang ist recht gut untersucht, unterliegt aber auch jahreszeitlichen Schwankungen. In dieser Quelle www.wissenschaft.de/umwelt-natur/grasmilch-ist-gesuender/ werden weitere neuere Originalarbeiten zitiert. Meist liegen die Gehalte an Omega-3-Fettsäuren bei Grünfütterung um ca. 50-100% höher, allerdings auf niedrigem Niveau, d.h. bei ca. 1% bezogen auf den Fettanteil. Hieraus wird deutlich, dass der Einfluss der Fütterung zwar messbar, aber alles andere als grundlegend ist. Letztlich sind die Fettsäure-Unterschiede bei Butter eher Nuancen, während bei Margarine die Unterschiede in der Fettsäurezusammensetzung verschiedener Produkte sehr deutlich sind, so dass sie hohe Relevanz für die ernährungsphysiologische Qualität aufweisen und sich auch übersichtlich in Form von Kreisdiagrammen darstellen lassen. (jw/cr)

schnoko am 12.10.2020 um 19:56 Uhr
Fettsäuren und "Ernährungsphysiologische Qualität"

Die Aussage "Viele der gesättigten Fett­säuren in der Butter beein­flussen weder das Verhältnis von „schlechtem“ LDL-Cholesterin zu „gutem“ HDL-Cholesterin im Blut negativ noch erhöhen sie das Risiko für Diabetes und Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen" hätte doch durchaus einen Quellenbeleg zu diesen Untersuchungen verdient. Warum es hier so als reine Behauptung stehen bleibt ist mir unklar.
Und auch die kurz darauf folgende Aussage "[...]wenn Milchkühe viel Gras und Heu fressen [...] steigt der Anteil der mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Milch [...]. Bio-Butter kann daher die gesündere Wahl sein." wirft bei mir zwei Fragen auf: gesündere Wahl als was, als Margarine, oder als nicht-Bio Butter? Und: warum wird auch diese Behauptung nicht belegt, z.B. im Test durch Aufzeigen der Fettsäurekompositionen? Die "Ernährungsphysiologische Qualität", die beim Test der Margarine noch so wichtig war, spielt bei der Butter bis auf zwei unbelegte Behauptungen überhaupt keine Rolle mehr. Schade.

Profilbild Stiftung_Warentest am 22.01.2020 um 11:53 Uhr
Mikrobiologischen Testergebnisse

@ThomasAm: Vielen Dank für Ihre positive Einschätzung unserer Arbeit.
Wir bedauern allerdings, Ihnen mitteilen zu müssen, dass die Stiftung Warentest grundsätzlich keine über den Rahmen veröffentlichter Testberichte hinausgehende Informationen extern zur Verfügung stellen kann. Wir bitten um Ihr Verständnis. (cr)

ThomasAm am 21.01.2020 um 14:55 Uhr
Keimzahlbestimmung

Toller Test und Artikel!
Jedoch wollte ich mich über die Keimzahlen in den jeweiligen Produkten informieren. Wo sind die detailierten mikrobiologischen Testergebnisse auffindbar bzw. können Sie mir diese freundlichst zukommen lassen?

Gelöschter Nutzer am 28.12.2019 um 13:49 Uhr
Umwelteigenschaften

Könnten die Umwelteigenschaften langfristig in die Testkriterien Eingang finden? Es gibt sicherlich große Unterschiede in Hinbilck auf klimaneutrale Verpackung, kurze Transport- und Verarbeitungswege (Wo kommt die Milch für die Butter her?) sowie allgemeine Klimabilanz des Produktes (Bio vs. Konventionell).