Butter Test

Butter macht das Leben lecker. Mit ihrem feinen Geschmack veredelt sie Speisen: das sonntägliche Frühstücksbrötchen, einen saftigen Marmorkuchen oder frische Pellkartoffeln. Doch nicht jede Butter ist ein Genuss. Von 35 Marken im Test waren fünf mangelhaft.

Vom Zufallsfund zum Industrieprodukt

Die Entdeckung der Butter geht angeblich auf einen Zufall zurück: Bauern hätten auf Reisen Milch dabei gehabt. Durch die Erschütterungen beim Reiten sei die Milch fest geworden. Ganz so einfach war es aber nicht immer. Bis ins späte 19. Jahrhundert war Buttermachen eine schweißtreibende Arbeit. Der Rahm wurde im Fass gestampft, bis sich Fett und Buttermilch trennten. Heute wird Butter natürlich längst industriell hergestellt.

Hygienemängel bei der Herstellung

Mit der Hygiene steht es dabei jedoch nicht immer zum Besten: In den mildgesäuerten Buttern von Aldi Nord, Aldi Süd, Greenfields und Plus sowie in der Süßrahmbutter der Molkerei Schrozberg fanden die Tester zu viele coliforme Keime. Die sind zwar nicht in jedem Fall gesundheitsschädlich. Trotzdem gehören sie nicht in die Butter und weisen auf mangelnde Hygiene hin. test-Qualitätsurteil daher: mangelhaft. Dass coliforme Keime vermeidbar sind, zeigen die Konkurrenzprodukte mit tadellosen mikrobiologischen Bewertungen.

Preiswert: mildgesäuerte Butter

Die preiswerteste Butter ist mildgesäuerte Butter. Sie schmeckt mild-säuerlich bis aromatisch und passt zu Aufläufen, süßlich-säuerlicher Marmelade und mildem Aufschnitt. Gute mildgesäuerte Butter gibt es schon ab 87 Cent je 250 Gramm-Stück bei Penny, Lidl, Norma, Rewe und Edeka. Die besten Gesamtnoten erhielten die Bergbauern Butter von Berchtesgadener Land (1,44 Euro) und Die Gute von Sachsenmilch (98 Cent). Beide schnitten mit der Note 1,9 ab.

Zu Süßem: Süßrahmbutter

Mit 1,19 bis 2,70 Euro je 250-Gramm-Stück ist Süßrahmbutter deutlich teurer. Feinschmeckern ist es das aber wert: Mit ihrem rahmigen Geschmack ist Süßrahmbutter ideal für Honigbrötchen, gedünstetes Gemüse und zum Kuchenbacken. Außerdem bindet sie Soßen besonders gut, weil sie kaum ausflockt. Die beste Süßrahmbutter liefert Alnatura für 1,79 Euro je Stück. Note: 1,9. Fast genauso gut: die BioBio-Butter von Plus für 1,65 Euro.

Zu Deftigem: Sauerrahmbutter

Zu Schinken, Wild oder Eintöpfen passt dagegen Sauerrahmbutter. Mit ihrem säuerlichen Aroma gibt sie deftigen Speisen den letzten Pfiff. Verantwortlich für das Aroma sind Milchsäurebakterien, die dem Rahm zugesetzt werden. Die Bio-Almbutter Andechser Natur, die Bio Wertkost-Butter von Edeka und die Biobutter von Rewe enthielten jedoch zu wenige dieser nützlichen Milchsäurebakterien. test-Qualitätsurteil: mangelhaft. Gute Sauerrahmbutter liefern dagegen Söbbeke, Dennree und Grünes Land.

Kein Verlass auf Markenbutter

Jede zweite Butter im Test nennt sich „Deutsche Markenbutter“. Molkereien, die dieses Siegel verwenden möchten, müssen eine Zulassung beantragen und die Butter monatlich von amtlichen Stellen kontrollieren lassen. Trotzdem garantiert die Güteklasse nicht immer höchste Qualität. Aldi, Plus sowie die Molkerei Schrozberg verkaufen ihre mangelhafte Butter genauso als Deutsche Markenbutter wie die Testsieger Berchtesgadener Land und Sachsenmilch. Auf der anderen Seite haben auch Marken mit ungeschützten Bezeichnungen wie Weide-, Alpen- oder Fässchenbutter gut abgeschnitten.

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