Bußgelder für Radler und Skater Meldung

Für Autofahrer und Fußgänger können sie schnell lästig werden: Fahrradfahrer und auch Inlineskater. Denn oftmals lassen sich die von roten Ampeln, Einbahnstraßen oder Gehwegen nicht aufhalten. Was sie dabei vergessen: Wer erwischt wird oder einen Unfall verursacht, muss zahlen. Und das kann - gerade für Radler - recht teuer werden. test.de sagt, welche Regeln für Radler und Skater gelten und welche Bußgelder fällig werden können, aber auch welche Rechte beide Gruppen im Straßenverkehr haben.

Nur auf Gehwegen

Skater dürfen im Straßenverkehr viel weniger als Radfahrer. Vielen Skatefans ein Dorn im Auge: Im Gegensatz zu Fahrradfahrern dürfen sie nur Gehwege benutzen. Auch der Radweg ist tabu, selbst wenn er besonders breit ist. Einzige Ausnahme: Fehlen Fußweg oder Seitenstreifen, dürfen auch Skater auf die Straße. Fußgängerzonen oder Spielstraßen sind ebenfalls erlaubt.

Milde Strafen

Allerdings fallen mögliche Bußgelder für Skater auch deutlich geringer aus als bei Radlern. Wer auf dem Radweg oder der Straße fährt, zahlt fünf Euro. Die Polizei in Berlin will es derzeit sogar nur bei Ermahnungen belassen, wenn sie Skater dort erwischt. Teuer wird es nur in Ausnahmefällen. Fordert etwa ein Polizist den Skater zum Anhalten auf und dieser rollt einfach weiter, werden 50 Euro fällig. Im schlimmsten Fall gibts dazu noch drei Punkte in Flensburg.

Urteile für Radler

Mit Radfahrern, die sich nicht an die Regeln halten, gehen die Ordnungshüter viel strenger um. Sie müssen mit höheren Bußgeldern rechnen. Bei Unfällen können zudem Schadenersatz und Schmerzensgeld fällig werden.

  • Fußgänger. Radler dürfen nicht so schnell fahren wie sie wollen. Vielmehr müssen sie damit rechnen, dass Fußgänger sie nicht rechtzeitig bemerken. So verurteilte das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe einen Radfahrer zu Schadenersatz, weil er eine Fußgängerin auf der Straße umgefahren und schwer verletzt hatte. Auf Radwegen sieht es dagegen ein wenig anders aus: Ein Mitverschulden pauschal nach dem Motto „Mit Fußgängern ist zu rechnen“ kommt hier nach Meinung des OLG Hamm nicht in Frage.
  • Alkohol. Wer unter Alkoholeinfluss erwischt wird, kann auch als Radfahrer seinen Führerschein verlieren: Radler mit 1,6 Promille oder mehr gelten als absolut fahruntauglich. Dann kann auch der Idiotentest fällig werden. Bei Unfällen reichen aber bereits 0,3 Promille aus, um Radfahrer zu bestrafen.
  • Geisterfahrer. Weniger streng gehen die Gerichte meist mit Fahrradfahrern um, die auf dem entgegengesetzten Radweg unterwegs sind. Zwar wird in diesem Fall ein Bußgeld fällig. Doch viele Richter sind der Ansicht, dass Autofahrer damit rechnen müssen. Stoßen zwei Radler zusammen, ist der Fahrer schuld, der in der falschen Richtung unterwegs ist.
  • Helm. Dieser ist für Radler und auch für Skater keine Pflicht. Wer ohne Helm verletzt wird, trägt nicht deshalb eine Mitschuld.
  • Liegeräder. Auch schnelle Liegeräder gehören auf den Radweg.
  • Hindernisse. Parken Autos auf dem Radweg, können Radler die Polizei rufen um sie abschleppen zu lassen. Denn auch wenn sie nur wenig auf dem Weg stehen, können sie den Fahrradfahrer gefährden.

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