Der Bußgeldkatalog ändert sich zum 1. April 2013. test.de hat den alten und den neuen Katalog verglichen und nennt die wichtigsten Änderungen. Für die meisten Verstöße erhöhen sich die Bußgelder um fünf Euro.

Parken ohne Park­schein wird teuer

Zum 1. April 2013 tritt der neue Bußgeldkatalog in Kraft. Bei einigen Verkehrs­verstößen wird es für Rad- und Auto­fahrer jetzt teuer. So steigt für Auto­fahrer die Strafe für das Zuparken von Radwegen oder das Parken ohne Park­schein siehe Tabelle. Und wer ohne Park­schein erwischt wird, zahlt jetzt zehn anstatt bislang fünf Euro. Für Fahr­radfahrer wird unter anderem das Fahren ohne Licht und Klingel sowie das Radeln in der Fußgängerzone teurer. Der Gesetz­geber setzt mit den höheren Sanktionen auf eine bessere Abschre­ckung. Derzeit würden geringe Geld­strafen – etwa wegen Falsch­parkens – zu häufig bewusst in Kauf genommen.

Verwarnungs­geld und Bußgeld – was ist was?

Die Änderungen beziehen sich vor allem auf den Verwarnungs­geld­bereich bis maximal 35 Euro. Ein Verwarnungs­geld fällt bei einer gering­fügigen Ordnungs­widrigkeit an. Das Verwarngeld ist gewissermaßen die unbürokratische Version eines Bußgelds. Hier werden keine Verwaltungs­kosten fällig. Dafür ist auch kein Wider­spruch möglich. Wer als Verkehrs­teilnehmer ein Verwarnungs­geld ignoriert, erhält auto­matisch einen Bußgeld­bescheid. Dieser ist teurer als das Verwarnungs­geld, da noch eine Verwaltungs­gebühr hinzukommt.

Tipp: Über die Verkehrs­regeln für Fahr­radfahrer kursieren viele Irrtümer. Welche Regeln tatsäch­lich gelten, lesen Sie im Special Irrtümer rund ums Radfahren.

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