Wer an einer Bushalte­stelle aussteigt, an der ein Radweg verläuft, muss auf Radfahrer achten. Aber auch Radler müssen Rück­sicht nehmen. Sie dürfen nur Schritt­geschwindig­keit fahren, wenn Fahr­gäste aussteigen.

Als in Berlin ein Mann mit einer Radlerin zusammens­tieß, gab das Kammerge­richt ihm 20 Prozent Teilschuld. Er soll 3 000 Euro Schmerzens­geld zahlen. Den größeren Teil der Schuld trägt die Radlerin. Sie hätte so viel Abstand halten müssen, dass eine Gefähr­dung der aussteigenden Personen ausgeschlossen war. Jeder Verkehrs­teilnehmer muss sich so verhalten, dass niemand geschädigt oder behindert wird (Az. 29 U 18/14).

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