Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im Test: 19 Burger (zwölf Cheeseburger, sechs Geflügel- und ein Classic-Burger) – fünf aus Fastfood-Restaurants (pro Produkt jeweils aus drei Filialen in zwei Großstädten), drei tiefgekühlte und elf gekühlte.

Einkauf der Prüfmuster: Ende September bis Mitte Oktober 2004.

Preise: Von uns bezahlte Einkaufspreise.

Abwertung

Bei „ausreichender“ Beurteilung von „Nährwerte pro Portion“ konnte das test-Qualitätsurteil maximal eine halbe Note besser sein.

Nährwerte pro Portion: 35%

Wir bestimmten Wasser/Trocknungsverlust, Fett, Rohprotein, Asche, Ballaststoffe und Chlorid gemäß Methoden der Amtlichen Sammlung von Untersuchungsverfahren (ASU) nach § 35 Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz und berechneten Kohlenhydrate, Kochsalz und Energie (Brennwert). Transfettsäuren bestimmten wir im Fleischanteil (ggf. mit Panade) per „Analyse von Fettsäuren – Fettsäuremethylester“ mittels Methoden der Deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaft und errechneten ggf. den Gehalt im Käse. Auf der Grundlage der angebotenen Portion (jeweils ein Burger, ggf. zuzüglich Majonäse/Ketschup) bewerteten wir für Kinder (7 bis unter 10 Jahre), Jugendliche (13 bis unter 15 Jahre) und Erwachsene (19 bis unter 25 Jahre) in Anlehnung an die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) altersbezogen Energie (Mittelwert aus dem Bedarf männlich/weiblich), Fett, Eiweiß, Ballaststoffe, Transfettsäuren. Zur Bewertung des Kochsalzgehalts zogen wir die Empfehlungen der britischen Food Standard Agency heran. Einstufung als Zwischen- oder Hauptmahlzeit nur nach Energiegehalt.

Sensorische Fehlerfreiheit: 35%

Drei sensorisch qualifizierte Experten prüften Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz/Struktur/ Mundgefühl aller Bestandteile (Brötchen, Käse und sonstige Zutaten, Fleischanteil) der verzehrsfertigen Burger vor Ort in den Fastfood-Restaurants bzw. der per Mikrowelle zubereiteten Burger. Die gekühlten Produkte wurden am MHD verkostet. Jeder Prüfer erhielt jeweils einen Burger zur Begutachtung, anschließend wurden die Beschreibungen aller Prüfer zu einem Konsens zusammengeführt.

Mikrobiologische Qualität: 10%

Untersuchung gemäß ASU-Methoden: Gesamtkeimzahl, Salmonellen, Escherichia coli, Enterobacteriaceen, koagulase-positive Staphylokokken, Listeria monocytogenes, sulfitreduzierende Chlostridien und Pseudomonaden. Auf Campylobacter und coliforme Keime prüften wir gemäß ISO-Methoden (International Organization for Standardisation). Die gekühlten Produkte wurden am Mindesthaltbarkeitsda­tum (MHD), die Burger aus den Fastfood-Restaurants nach gekühltem Transport innerhalb weniger Stunden nach dem Einkauf untersucht.

Verpackung: 5%

Wir beurteilten Zweckmäßigkeit und Verpackungsaufwand.

Deklaration: 15%

Hier wurde die Übereinstimmung der Kennzeichnung mit allen lebensmittelrechtlichen Kennzeichnungsvorschriften geprüft. Außerdem bewerteten wir Werbeaussagen, Übersichtlichkeit, Lesbarkeit sowie Zubereitungs- und Nährwertangaben.

Sonstige Analysen

Tierartbestimmung mittels Polymerase-Ketten-Reaktion, gewebliche Zusammensetzung des Fleischanteils gemäß ASU-Methode. Auf Gewebe des zentralen Nervensystems wurde per Enzymimmunoassay (Elisa) geprüft.

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