Bunt­stifte, Filz­stifte und Tinten im Test

So haben wir getestet

24.07.2018

Bunt­stifte, Filz­stifte und Tinten im Test

  • Testergebnisse für 17 Bunt­stifte 08/2018Anzeigen
  • Testergebnisse für 12 Fasermaler 08/2018Anzeigen
  • Testergebnisse für 6 Tinten­patronen 08/2018Anzeigen
Inhalt

Im Test: 35 exemplarisch ausgewählte Sets von Stiften und Tinten, davon 17 Sets mit lackierten Bunt­stiften, 12 Sets mit Fasermalern und 6 Modelle von Tinten­patronen. Die Produkte kauf­ten wir im Februar und März 2018 ein. Die Preise erfragten wir bei den Anbietern im Mai und Juni 2018.

Schad­stoffe

Wir bestimmten in den Minen, Lacken und Tinten folgende Substanzen:

Azofarb­mittel: Wir untersuchten die Minen und Lacke der Bunt­stifte in den exemplarisch ausgewählten Farben Gelb, Orange, Rot, Grün, Braun und Schwarz, die Fasertinten der Fasermaler exemplarisch an den Farben Gelb, Orange und Rot und die Tinten an der blauen Tinte. Die Prüfung auf Azofarb­mittel, die krebs­erzeugende oder krebs­verdächtige aromatische Amine abspalten können, erfolgte mittels reduktiver Spaltung ohne Extraktion in Anlehnung an die Prüf­methode für Textilien. Zusätzlich wurden bei den Bunt­stiften Proben mit hohen Gehalten auf frei vorliegende primäre aromatische Amine nach der Spiel­zeugnorm geprüft. Die Prüfung mittels reduktiver Spaltung erfolgte in Anlehnung an DIN EN 14362–1 und DIN EN 14362–3, die Prüfung auf frei vorliegende primäre aromatische Amine nach DIN EN 71 Teil 9, 10 und 11.

Poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK): Wir prüften die Lacke und Minen der Bunt­stifte in den exemplarisch ausgewählten Farben Braun und Schwarz und Tinten an der blauen Tinte nach den Vorgaben des GS-Zeichens (Geprüfte Sicherheit) nach Extraktion mit dem Löse­mittel Toluol. Der Gehalt an poly­zyklischen aromatischen Kohlen­wasser­stoffen (PAK) wurde nach der GS-Spezifikation AfPS GS 2014:01 PAK untersucht.

Schwer­metalle und weitere Elemente: Wir untersuchten die Minen der Bunt­stifte in den exemplarisch ausgewählten Farben Gelb, Rot und Blau, die Fasertinten der Fasermaler exemplarisch in den Farben Rot, Blau und Grün und die Tinten an der blauen Tinte. Wir bestimmten die Freiset­zung der Stoffe, indem wir die Proben mit Salzsäure versetzten und danach analysierten. Bei den Bunt­stiften bestimmten wir zusätzlich den Gehalt an Blei und Kadmium. Die Freiset­zung der Schwer­metalle und weiterer Elemente prüften wir gemäß DIN EN 71–3:2013 + A2:2017. Die Gehalts­bestimmung von Blei und Kadmium erfolgte nach Vollauf­schluss gemäß EPA 3052 mittels ICP-OES bzw. ICP-MS.

Phthalat-Weichmacher: Wir untersuchten die Lacke der Bunt­stifte in den exemplarisch ausgewählten Farben Orange, Grün und Blau. Wir analysierten nach Extraktion mit einem organischen Löse­mittel auf Phthalate, die in Spielzeug verboten sind, welches Kinder in den Mund nehmen können. Zusätzlich prüften wir auf weitere Phthalate, unter anderem auf die als besonders besorgnis­erregend einge­stuften. Die Bestimmung der Phthalate erfolgte mittels GC-MS nach Extraktion mit einem organischen Löse­mittel.

Konservierungs­stoffe: Wir untersuchten die Fasertinten der Fasermaler in den exemplarisch ausgewählten Farben Rot, Blau und Grün und die Tinten an der blauen Tinte. Wir prüften den Gehalt der Konservierungs­stoffe, die in der Spiel­zeugnorm aufgeführt werden. Die Konservierungs­stoffe prüften wir nach DIN EN 71 Teil 9, 10 und 11 sowie nach Extraktion mit Methanol/Wasser/Essig­säure mittels HPLC.

Löse­mittel: Wir prüften die Fasertinten der Fasermaler in den exemplarisch ausgewählten Farben Rot, Blau und Grün und die Tinten an blauer Tinte. Wir bestimmten die Aromaten Benzol, Toluol und Xylol mittels Gaschromatografie-Massenspektrometrie. Wir bestimmten die Aromaten Benzol, Toluol und Xylol mittels Head­space-GC-MS.

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