Bunt­stifte, Filz­stifte und Tinten im Test Test

Gift im Stift. Kinder knabbern gern an Stiften oder bemalen sich. Das kann ungesund sein.

Recht­zeitig zum Schul­anfang hat die Stiftung Warentest Bunt­stift- und Faser­maler-­Sets sowie Tinten auf Schad­stoffe untersucht. Die Ergeb­nisse sind alarmierend: Jedes dritte Set fällt durch. Von 17 getesteten Bunt­stift-Sets bekommen 5 die Note Man­­gel­haft. Sie enthalten Stoffe, die Krebs erzeugen oder im Verdacht stehen, krebs­erregend zu sein. Bei den Tinten besteht nur eine Patrone den Schad­stoff­test. Die übrigen fünf enthalten Konservierungs­mittel, die Allergien auslösen können.

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TestBunt­stifte, Filz­stifte und Tinten im Test24.07.2018
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Bunt­stifte und Filz­stifte sind Spielzeug

Glit­zerstern­chen, bunte Bild­chen: Malstifte sind nicht nur verpackt wie Spielzeug, Kinder behandeln sie auch so. Sie knabbern an ihnen herum, bemalen Hände und Arme, lecken an der Mine oder klecksen mit Tinte. Kaum ein Kind käme auf die Idee, sich die bunten Farben sofort abzu­waschen. Kein Problem, solange Minen, Lack und Tinte keine Schad­stoffe enthalten. Aber was, wenn doch? Das möchten sich fürsorgliche Eltern lieber nicht ausmalen.

Das Video zum Test Bunt­stifte, Filz­stifte und Tinten­patronen

Malstifte sind nicht nur so verpackt wie Spielzeug, Kinder behandeln sie auch so. Umso wichtiger ist es, dass die Stifte frei von gefähr­lichen Schad­stoffen sind. Doch wie unser Test zeigt, ist das leider nicht immer der Fall.

Auf der Suche nach Gift im Stift

Die Stiftung Warentest hat 35 Stifte und Tinten gezielt auf Schad­stoffe untersucht. Enthalten die Stifte Konservierungs­stoffe, Löse­mittel, Azofarb­mittel oder poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK)? Unser Prüf­institut hat Lack abge­schabt, Minen heraus­gebrochen und Proben durch die Zentrifuge gejagt. Bei der Bewertung haben wir uns unter anderem an den Grenz­werten der Spiel­zeugnorm orientiert. Denn Bunt­stifte und Fasermaler gelten nach einer Leit­linie der Europäischem Kommis­sion als Spielzeug – Tinten jedoch nicht.

Das bietet der Test von Tinten, Bunt­stiften und Fasermalern

Test­ergeb­nisse. Unsere Tabellen zeigen Bewertungen der Stiftung Warentest zu 35 Stift-Sets für den Schulbedarf. Wir haben Bunt­stifte, Filz­stifte und Tinten auf Schad­stoffe getestet. Nur 5 von 17 Bunt­stift-Sets sind gut. Bei den Fasermalern schneiden immerhin 6 von 12 Sets sehr gut ab. Dafür sind 5 von 6 Tinten mangelhaft. Insgesamt erhielten 12 von 35 Produkten die Note Mangelhaft.

Hintergrund­wissen und Tipps. Die Schad­stoff­experten der Stiftung Warentest geben Tipps für den Umgang mit Malutensilien und sagen, worauf Eltern beim Kauf von Stiften achten sollten. Ein Glossar informiert über die gefundenen Schad­stoffe und die Richt­linien, nach denen sie bewertet wurden.

Heft-Artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Artikel auf test 8/2018.

Belastete Bunt­stifte: Was die Schad­stoff­fahnder fanden

In fünf Bunt­stift-Sets fanden wir kritische Mengen von PAK. Sie entstehen bei unvoll­ständiger Verbrennung von organischem Material wie Holz, Kohle oder Öl und gelangen oft als Verunreinigung in Produkte. Einige von ihnen können Krebs erzeugen, das Erbgut verändern oder die Fortpflan­zung gefährden. In einigen Bunt­stiften fanden wir außerdem aromatische Amine, die aus Azofarb­mitteln stammen. Einige dieser Stoffe können Tumore verursachen oder stehen im Verdacht, dies zu tun. Immerhin: Weichmacher und Schwer­metalle fanden die Schad­stoff­spezialisten keine.

Allergien durch Fasermaler und Tinten

Bei Tinten für Füller und in Fasermal­stiften liegen die Probleme anders. Beide enthalten wäss­rige Lösungen. Der Einsatz von Wasser führt jedoch dazu, dass Produkte anfäl­lig für Schimmelpilze und Bakterien sind. Um das zu verhindern, setzen Anbieter den Faser­stiften und Tinten Konservierungs­mittel zu. Einige greifen dabei auf Isothiazolinone zurück, von denen manche Allergien verursachen können. Dermatologische Studien zeigen, dass in den letzten Jahren Hundert­tausende Menschen aller Alters­gruppen gegen­über einem bestimmten Isothiazolinon (MIT) sensibilisiert wurden. Das heißt zwar nicht, dass eine Allergie ausbrechen muss, der Körper ist aber quasi in Alarm­bereitschaft. Und wer schon eine Allergie gegen Isothiazolinone hat, dessen Haut reagiert schon auf geringe Konzentrationen dieser Konservierungs­mittel empfindlich.

Nutzer­kommentare, die vor dem 24. Juli 2018 gepostet wurden, beziehen sich auf eine frühere Unter­suchung.

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