Bundes­wert­papiere mit Inflations­schutz

Mit speziellen Bundes­anleihen und Bundes­obliga­tionen können Anleger ihr Geld inflations­sicher investieren. Der Staat koppelt dabei die Zinsen und die Rück­zahlung an die Inflations­rate. So bleibt der reale Wert des angelegten Geldes erhalten – und somit die Kauf­kraft. Liegt die Inflations­rate künftig höher als die derzeitige, sind inflations­indexierte Anleihen für den Anleger vorteilhafter als nicht indexierte Anleihen.

Reale Renditen können negativ sein

Auf den ersten Blick erscheint es irrwitzig, wenn sich Anleger inflations­geschützte Anleihen ins Depot legen: Die Renditen der in der Tabelle dargestellten Papiere sind im Moment negativ. Doch in den Augen vieler Anleger ist das Investment trotzdem sinn­voll, weil sie sich gegen steigende Inflations­raten schützen wollen. Fachleute nennen die Rendite nach Abzug der Teuerungs­rate die reale Rendite. Bei den Bundes­wert­papieren ohne Inflations­schutz wird dagegen die nominale Rendite angegeben. Das ist die Rendite vor Abzug der Inflation.

Preis für den Käufer

In der Tabelle findet der Anleger neben den allgemeinen Informationen zur Anleihe wie Kurs, Fälligkeit und Kupon auch den Abrechnungs­preis. Diesen Preis muss er beim Kauf der Anleihe bezahlen. Er errechnet sich aus dem Kurs multipliziert mit dem Inflations-Koeffizienten, dazu kommen die Stück­zinsen. Den täglichen Inflations-Koeffizienten gibt die Bundes­finanz­agentur vor. Stück­zinsen werden immer beim Anleihekauf fällig. Denn neben dem Kurs­wert zahlt der Käufer auch die sich seit dem jüngsten Zins­zahlungs­termin (Kupon­termin) bis zum Verkaufs­tag ange­sammelten Zins­erträge an den Verkäufer. Hinzu kommen die Trans­aktions­kosten der Bank.

Maßstab ist europäischer Verbraucher­preis­index

Die Zinsen der inflations­geschützten Bundes­wert­papiere werden alle drei Monate, die Rück­zahlungs­werte bei Fälligkeit oder dem vorzeitigen Verkauf über die Börse an die Inflations­rate der Eurozone angepasst. Sie lag zuletzt bei 1,5 Prozent (August 2017) gegen­über dem Vorjahres­monat. Der Referenz­index für alle inflations­geschützten Bundes­wert­papiere ist der harmonisierte Verbraucher­preis­index „HVPI ohne Tabak in der Eurozone“. Die Entwick­lung weicht in der Regel leicht von der deutschen ab.

Tipp: Die aktuellen Konditionen von Bundes­anleihen mit Inflations­schutz finden Sie in der Tabelle Inflationsindexierte Bundeswertpapiere.

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TestBundes­wert­papier, Pfand­brief, Unter­nehmens­anleihe07.12.2017
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