Bundes­wert­papiere: Sicher und gut handel­bar

Anleger, die Anleihen kaufen, geben dem Heraus­geber dieser Anleihen einen Kredit über einen bestimmten Zeitraum. Sollte der Heraus­geber, auch Emittent genannt, zahlungs­unfähig werden, verliert der Anleger sein Geld. Bei Bundes­wert­papieren ist dieses Risiko aber sehr gering. Diese Papiere gibt der deutsche Staat als Schuld­verschreibung mit festem Zins heraus. Die Bundes­republik ist ein erst­klassiger Schuldner.

Rendite für zehn Jahre über Null

Die Lauf­zeit von Bundes­anleihen beträgt bei der Emission 10 oder 30 Jahre. Sie kommen als lang­fristige Geld­anlage für den sicheren Teil des Depots infrage. Denn der Anleger erhält regel­mäßig seine Zinsen und kann planen, wann und wie viel Geld er am Ende zurück­erhält. Zurück­gezahlt wird zum Nenn­wert. Die aktuelle zehnjäh­rige Bundes­anleihe 17/27 (Isin DE 000 110 242 4) ist für test.de der Vergleichs­maßstab. Der Anleger muss derzeit eine Rendite von 0,3 Prozent per annum für dieses Papier (Stand: 6. Dezember 2017) akzeptieren. Die Inflations­rate in Deutsch­land lag im November 2017 nach vorläufigen Ergeb­nissen bei 1,8 Prozent gegen­über dem Vorjahres­monat.

Tipp: Die aktuellen Renditen aller Bundes­anleihen und Bundes­obliga­tionen mit einer Mindest­lauf­zeit von mehr als zwei Jahren finden Sie in der Test-Tabelle.

Bundes­wert­papiere sind gut handel­bar

Ein großer Vorteil deutscher Staats­anleihen ist, dass sie rege an der Börse gehandelt werden und die Handels­spanne (Spread) deshalb meist gering ist. Anleger, die Staats­anleihen kaufen oder verkaufen wollen, erhalten dadurch einen vergleichs­weise fairen Kurs. Wer eine Staats­anleihe kauft und bis zur Fälligkeit behält, geht kein Kurs­risiko ein. Das einge­setzte Kapital zahlt der Staat voll­ständig zurück. Zusätzlich erhalten Anleger eine jähr­liche Zins­ausschüttung. Allerdings haben Anleger ein Kurs­risiko sogar bei sehr sicheren Anleihen, wenn sie vorzeitig verkaufen wollen. Der Kurs von Anleihen hängt unter anderem vom allgemeinen Zins­niveau ab. Wenn das Zins­niveau steigt, gehen die Kurse börsennotierter Anleihen nach unten. Faust­regel: Steigt der Zins um 1 Prozent­punkt, würde der Kurs der zehnjäh­rigen Bundes­anleihe um etwa 9 Prozent verlieren. Umge­kehrt profitieren die Anleihe­kurse von sinkenden Zinsen. Dann haben Anleger Aussichten auf Kurs­gewinne.

Rendite ist entscheidend

Entscheidend für den Käufer einer Bundes­anleihe ist die Rendite. Sie errechnet sich aus dem aktuellen Kurs, dem bei der Ausgabe der Bundes­anleihe fest­gelegten Zins­satz, der Rest­lauf­zeit und dem Rück­zahlungs­preis. Allgemein gilt, je kürzer die Rest­lauf­zeit einer Bundes­anleihe, umso geringer ist das Risiko für den Anleger und desto kleiner die Rendite. Der Kupon ist der Zins, der bei der Ausgabe vom Emittenten fest­gelegt und in der Regel jähr­lich ausgezahlt wird. Nur Anleger, die die Bundes­anleihe bis zum Ende der Lauf­zeit halten, sichern sich die beim Kauf ausgewiesene Rendite.

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TestBundes­wert­papier, Pfand­brief, Unter­nehmens­anleihe07.12.2017
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