Deutsche Gemeinden dürfen eine Pferde­steuer erheben, urteilte das Bundes­verwaltungs­gericht (BVerwG, Az. 9 BN 2.15). Im vorliegenden Fall hatten Pferde­besitzer aus dem hessischen Bad Sooden-Allen­dorf gegen die Stadt geklagt. Die Kommune hatte als erste in Deutsch­land eine Pferde­steuer von 200 Euro jähr­lich pro Tier gefordert. Das Gericht gab der Stadt recht. Ein Pferd zu halten, gehe über das Alltägliche hinaus und erfordere einen zusätzlichen Vermögens­aufwand. Pferde­besitzer seien wirt­schaftlich so leistungs­fähig, dass sie auch mit Steuern belegt werden dürften. Keine Steuer zahlen Pferde­besitzer, die ihre Tiere zum Haupt­erwerb im Rahmen der Berufs­aus­übung einsetzen.

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