Bekommen Arbeitnehmer neben einem Grund­gehalt auch Provisions­zahlungen, müssen die Eltern­geld­stellen das berück­sichtigen, wenn sie das Eltern­geld berechnen. Das hat das Bundes­sozialge­richt in drei Verfahren entschieden (Az. B 10 EG 12/13 R, Az. B 10 EG 7/13 R, Az. B 10 EG 14/13 R). Da sich die Höhe des Eltern­geldes am Monats­lohn in den zwölf Kalendermonaten vor dem Monat der Geburt des Kindes errechnet, führt die Anerkennung von Provisionen als Lohn zu einer höheren Auszahlung.

Tipp: Eltern, die in der Vergangenheit weniger Eltern­geld bekommen haben, weil Provisionen nicht berück­sichtigt wurden, können eventuell eine Nach­zahlung erreichen. Sie sollten ihre Eltern­geld­stelle anschreiben und unter Bezug auf das Urteil eine Über­prüfung ihres alten Eltern­geld­bescheids nach Paragraf 44 Sozialgesetz­buch 10 beantragen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 4 Nutzer finden das hilfreich.