Bundes­institut für Risiko­be­wertung Aluminium in Mokka-Kannen unkritisch

0
Bundes­institut für Risiko­be­wertung - Aluminium in Mokka-Kannen unkritisch
Kaffee mediterran. Länger benutzte Kannen geben kaum Aluminium ab.

Kanne aufschrauben, Wasser in den Boden füllen, Espressopulver ins Sieb drücken, zuschrauben, aufkochen – mancher bereitet Kaffee nach mediterraner Art in Mokka-Kannen aus Aluminium zu. Geht da vom Metall etwas ins Getränk über? Immerhin steht Aluminium in Verdacht, Alzheimer und Brust­krebs zu verursachen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) führte Stich­proben­analysen mit nagelneuen Mokka-Kannen durch: Bei den ersten zwei Koch­runden mit purem Wasser setzte sich mehr Aluminium im Prüf­wasser frei als die EU anrät – mehr als 5 Milligramm je Kilogramm. Ab der dritten Runde lagen die Gehalte darunter, mit Kaffee deutlich. Offen­bar bildet sich auf Dauer eine Oxid­schicht in der Kanne, weniger Aluminium tritt aus. „Es gibt keinen Anlass, von Kaffee aus Mokka-Kannen abzu­raten“, sagt Frederic Müller vom BfR. Die Gehalte seien gering, trügen nur wenig zur täglichen Gesamt­aufnahme bei. Verbraucher sollten Kannen aber nicht maschinell spülen. Das zerstört die Oxid­schicht, die Werte steigen wieder an.

0

Mehr zum Thema

  • Grüner Tee und Matcha im Test Nur zwei Tees sind gut

    - Grüner Tee gilt als Gesund­heits­elixier. Aber ist er unbe­denk­lich, was Schad­stoffe angeht? Nicht jeder der 27 Grün­tees und Matchas im Test liegt hier im grünen Bereich.

  • Acrylamid Je weniger Acrylamid, desto besser

    - Werden stärkehaltige Lebens­mittel hoch erhitzt und bräunen, bildet sich der Schad­stoff Acrylamid. Wir beant­worten Fragen zu ihm und sagen, in welchen Tests er auffiel.

  • Hormone in den Wechsel­jahren Studie untermauert hohes Brust­krebs­risiko durch Hormone

    - Erleichterung oder Risiko­faktor? Die Hormon­therapie für Frauen in den Wechsel­jahren ist umstritten. Sie kann Beschwerden lindern, birgt aber auch Risiken, vor allem...

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.