Bundes­institut für Risiko­be­wertung Aluminium in Mokka-Kannen unkritisch

29.01.2015
Bundes­institut für Risiko­be­wertung - Aluminium in Mokka-Kannen unkritisch
Kaffee mediterran. Länger benutzte Kannen geben kaum Aluminium ab.

Kanne aufschrauben, Wasser in den Boden füllen, Espressopulver ins Sieb drücken, zuschrauben, aufkochen – mancher bereitet Kaffee nach mediterraner Art in Mokka-Kannen aus Aluminium zu. Geht da vom Metall etwas ins Getränk über? Immerhin steht Aluminium in Verdacht, Alzheimer und Brust­krebs zu verursachen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) führte Stich­proben­analysen mit nagelneuen Mokka-Kannen durch: Bei den ersten zwei Koch­runden mit purem Wasser setzte sich mehr Aluminium im Prüf­wasser frei als die EU anrät – mehr als 5 Milligramm je Kilogramm. Ab der dritten Runde lagen die Gehalte darunter, mit Kaffee deutlich. Offen­bar bildet sich auf Dauer eine Oxid­schicht in der Kanne, weniger Aluminium tritt aus. „Es gibt keinen Anlass, von Kaffee aus Mokka-Kannen abzu­raten“, sagt Frederic Müller vom BfR. Die Gehalte seien gering, trügen nur wenig zur täglichen Gesamt­aufnahme bei. Verbraucher sollten Kannen aber nicht maschinell spülen. Das zerstört die Oxid­schicht, die Werte steigen wieder an.

29.01.2015
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