Bundesgerichtshof Meldung

Erlaubt, aber mager: Da die deutsche Elf bei der EM 2004 früh rausflog, gabs für „Postbank Bonus Volltreffer“ nicht mehr als 1,5 Prozent.

Eine Bank darf Sparanlagen herausgeben, deren Zinsen von dem Ergebnis eines Fußballturniers abhängen. Das hat kürzlich der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az. I ZR 57/05).

Im vorliegenden Fall hatte die Postbank passend zur Fußball-Europameisterschaft 2004 ein Festgeld mit einer Laufzeit von sechs Monaten angeboten. Der Basiszinssatz betrug je nach Anlagebetrag zwischen 1,3 und 1,5 Prozent pro Jahr. Die Bonuszinsen hingen vom Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft ab. Wäre die deutsche Elf Europameister geworden, hätte die Postbank diesen Erfolg mit einem Bonus von 150 Prozent auf die Basisverzinsung belohnt.

Geklagt hatte gegen dieses Angebot ein Wettbewerbsverband, der darin eine Werbung für ein wettbewerbswidriges Gewinnspiel sah. Der Bundesgerichtshof hat dies nun verneint und die Klage abgewiesen.

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