Bundes­gerichts­hof Meldung

Vermieter dürfen für Miet­erhöhungen nicht den Mietspiegel einer nahen Groß­stadt heran­ziehen, wenn sich die Wohnung in einer kleinen Vorstadt­gemeinde befindet, entschied der Bundes­gerichts­hof (BGH, Az. VIII ZR 413/12).

Für die wenige Kilo­meter von Nürn­berg entfernte Gemeinde gab es keinen Mietspiegel. Deshalb stützte sich die Vermieterin auf den Nürn­berger Mietspiegel und setzte für ihre Wohnung 70 Prozent der darin genannten Vergleichs­miete an. Der BGH erklärte die Miet­erhöhung für unzu­lässig. Die Gemeinde mit nur 4 450 Einwohnern sei nicht mit einer Groß­stadt mit 500 000 Einwohnern vergleich­bar.

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