Einer Freimaurerloge ist die Anerkennung der Gemeinnützig­keit durch das Finanz­amt verwehrt worden, weil sie Frauen nicht als Mitglieder zulässt. Die Loge klagte gegen diese Entscheidung, doch der Bundes­finanzhof bestätigte sie (Az. V R 52/15). Die Freimaurer-Vereinigung sei nicht darauf gerichtet, die Allgemeinheit zu fördern, lautete die Begründung. Mitglieder könnten nur Männer über 21 Jahre werden, die zu einer christlichen Religions­gemeinschaft gehören und sich innerlich zur Lehre Jesu Christi bekennen. Nur sie dürfen die rituellen Arbeiten im Tempel ausführen. Dadurch, dass Frauen nicht beitreten können, gebe die Loge zu erkennen, dass sie diesen Teil der Allgemeinheit nicht fördern wolle. Die Entscheidung sei kein Eingriff in das Selbst­bestimmungs­recht der Vereinigung.

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