Zurzeit wird viel darüber spekuliert, ob ETF, börsen­gehandelte Indexfonds, das Finanz­system gefährden könnten. Die Bundes­bank hat sich im Monats­bericht Oktober 2018 mit dieser Frage befasst. Ihr Fazit: Die von ETF ausgehenden Risiken seien derzeit begrenzt, „auch wegen der noch vergleichs­weise geringen Größe des Sektors“.

Die Bundes­bank analysierte verschiedene Flash Crashs, kurz­zeitige heftige Kurs­verluste an den Börsen. ETF hatten dabei teils stärker an Wert verloren als ihre zugrunde liegenden Wert­papiere. „Der Markt für ETF scheint zwar wesentlich beteiligt, jedoch nicht Auslöser der jeweiligen Entwick­lungen gewesen zu sein“, schreibt die Bundes­bank, und weiter: Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es in größeren Krisen auch zu längeren Phasen fallender Preise kommen könne. Damit ETF auch in unruhigen Zeiten funk­tionierten, bestünden bereits Schutz­vorkehrungen. So sorgten zum Beispiel Unter­brechungen des Börsen­handels für Stabilität.

Tipp: Lassen Sie sich als lang­fristiger Anleger nicht durch kurz­fristige Markt­verwerfungen irritieren, verkaufen Sie nicht. Setzen Sie bei breit gestreuten ETF auf den MSCI World keine auto­matischen Verkaufs­orders (Stop Loss).

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