Arbeitnehmer müssen rechts­widrige Weisungen ihres Chefs zukünftig nicht mehr befolgen. Das haben der 5. und 10. Senat des Bundes­arbeits­gerichts entschieden (Az. 5 AS 7/17 und 10 AZR 330/16 (A)). Bisher galt: Wenn der Chef etwas sagt, gilt das. Erst das zuständige Arbeits­gericht kann den Chef dann noch stoppen. So hatte es noch vor Jahren der 5. Senat des Bundes­arbeits­gerichts entschieden. Jetzt hat er davon wieder Abstand genommen. Der 10. Senat kann jetzt über einen Fall urteilen, in dem es um eine wohl als Strafmaß­nahme gedachte Versetzung ging. Die Richter dort halten die Versetzung vorläufig für unwirk­sam, sodass der betroffene Immobilienkaufmann die neue Stelle nicht antreten musste. Das endgültige Urteil steht aber noch aus.

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