Wenn sich Kunden mit ihrer Versicherungsgesellschaft streiten, lohnt sich eine Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde.

Erfolgreich. Mehr als 15 000Versicherungskunden haben sich im Jahr 2008 bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) über ihren Versicherer beschwert, ähnlich viele wie im Jahr 2007. Fast ein Drittel hatte Erfolg. Knapp 60 Prozent der Einsprüche stufte die Bafin als unbegründet ein, in 9 Prozent der Fälle war sie nicht zuständig.

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Meldung

Lebensversicherer. Am häufigsten beklagten sich Kunden in der Sparte Lebensversicherung, zum Beispiel über zu geringe Auszahlungen. Mehr als 32 Prozent aller Beschwerden entfielen auf Kapital- und Risikolebensversicherungen sowie private Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen, einschließlich der staatlich geförderten Riester- und Rürup-Verträge. Für das Jahr 2007 hat die Bafin die Zahlen aufgeschlüsselt: am meisten Schwierigkeiten hatten die Kunden mit den Lebensversicherern Aspecta und HDI Gerling und mit der Auffanggesellschaft Protektor. Sie hatte die Lebensversicherungsverträge der Mannheimer übernommen.

Prüfung. Geht eine Beschwerde ein, prüft die Bafin, ob sich der Versicherer rechtlich korrekt verhalten hat. Ist das nicht der Fall, kann die Behörde verlangen, dass sich der Versicherer an die vertraglichen Vereinbarungen hält. Viele Unternehmen lenken dann ein.

Tipp: Kommen Sie mit einer Reklamation bei Ihrem Versicherer nicht weiter, schreiben Sie an die Bafin, Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn, Tel. 0 180 5/12  23  46.

Informieren Sie auch die Ombudsleute: Versicherungsombudsmann, Postfach 08 06 32, 10006 Berlin, Tel. 0 180 4/22 44 24 oder Ombudsmann der privaten Krankenversicherung, Postfach 06 02 22, 10052 Berlin, Tel. 0 180 2/55 04  44.

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