So haben wir getestet

Im Test: 12 Buggys mit verstell­barer Rückenlehne oder kipp­barem Sitz, darunter neun klassische Modelle und drei, die für sport­liche Aktivitäten wie Joggen oder Skaten beworben werden. Einkauf der Produkte: Oktober bis Dezember 2017. Preise: Anbieterbefragung von Januar bis Februar 2018.

Kindgerechte Gestaltung: 45 %

Zwei Experten beur­teilten beim Sitz­komfort unter anderem, ob Maße, Winkel­verhält­nisse und Gestaltung von Sitzen und Liegeflächen für bestimmte Alters­stufen angemessen sind. Sie nutzten dazu verschiedene Dummys, die Kindern bestimmter Alters­stufen entsprechen. Weiterhin prüften sie Gurt­system, Federung, Regen- und Sonnen­schutz.

Hand­habung: 35 %

Ein Experte prüfte Warnhin­weise in der Gebrauchs­anleitung. Fünf Tester beur­teilten unter anderem Verständlich­keit und Über­sicht­lich­keit der Gebrauchs­anleitung. Zudem bauten sie die Buggys erst­mals auf, klappten sie auf und zusammen, bauten sie um, verstellten etwa die Rückenlehne und luden Gepäck ein. Sie schoben die Wagen und bewerteten dabei unter anderem Schieber, Schiebe­kraft, Schritt­freiheit und Wendig­keit. Die Fest­stell­bremsen wurden in der Schieb­epos­ition und links und rechts stehend bewertet. Die Test­personen fuhrenauf verschiedenen Untergründen wie Asphalt, Kopf­stein­pflaster und Waldweg und über Hinder­nisse wie Bord­steine und Treppen. Zudem trugen und trans­portierten sie die Buggys mit und ohne Kind und verstauten sie in Kleinwagen. Schließ­lich testeten sie das Reinigen – wie einfach sich etwa Joghurt­flecken entfernen und verschmutze Räder abnehmen lassen. Bei den Jogger-Buggys prüften fünf sport­liche Frauen und Männer das Fahr­verhalten beim Sport, darunter Fahr-, Spur­stabilität und Kurven­verhalten beim Joggen oder Skaten. Beim Bremsen prüften sie neben der Fest­stell­bremse das Brems­verhalten der Verzögerungs­bremse.

Halt­barkeit: 5 %

Die Prüfung der Halt­barkeit wurde in Anlehnung an DIN EN 1888:2012 (Trans­port­mittel auf Rädern für Kinder) durch­geführt.

In der Klimakammer musste der Schieber des beladenen Buggys je 5 000 Mal Heben und Senken bei minus 5 und 40 Grad Celsius über­stehen. Wir prüften Halt­barkeit von Fest­stell­bremsen und Falt­mecha­nismus, Festig­keit der Räder, Rück­halte­systeme, Verschlüsse und Rückenlehne. Zudem fuhren die Buggys auf einem Laufband mit 5 Kilo­meter pro Stunde über 72 000 einge­baute Stolper­stellen. Bei den Jogger-Buggys prüften wir das Rück­halte­system mit einer höheren Zugkraft von 250 Newton, auch für Schrauben und Nieten galten höhere Anforderungen. Die Laufband-Prüfung absol­vierten die Jogger zusätzlich mit 36 000 Hinder­nissen bei 8 Kilo­meter pro Stunde.

Die zusätzlichen Prüfungen für die Jogger-Buggys wurden in Anlehnung an die Vorgaben des GS-Zeichens (Prüf­grund­satz für die Sicherheit von Kinder­wagen zur sport­lichen Nutzung) durch­geführt.

Sicherheit: 5 %

Die Prüfung der Sicherheit wurde in Anlehnung an DIN EN 1888:2012 (Trans­port­mittel auf Rädern für Kinder) durch­geführt.

Auf einer Rampe prüften wir, ob die Buggys standsicher sind und ob sie nach vorn kippen, wenn sie auf ein Hindernis stoßen. Außerdem prüften wir, ob die Gurte halten. Zudem suchten wir nach Quetsch- und Klemm­stellen und beur­teilten die Sicht­barkeit der Wagen im Dunkeln. Bei den Jogger-Buggys prüften wir Bremsen und Standsicherheit nach zusätzlichen Anforderungen und bewerteten vorhandene Sicher­heits­vorrichtungen wie die Hand­schlaufe.

Die zusätzlichen Prüfungen für die Jogger-Buggys wurden in Anlehnung an die Vorgaben des GS-Zeichens (Prüf­grund­satz für die Sicherheit von Kinder­wagen zur sport­lichen Nutzung) durch­geführt.

Schad­stoffe: 10 %

Wir untersuchten Griffe auf poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK), Phthalate und kurz­kettige Chlorparaf­fine. Materialien im Kontakt­bereich des Kindes wie Sitzbezüge, Gurte, Verdeck und Regen­schutz testeten wir unter anderem auf Flamm­schutz­mittel, Phthalate, Organozinn­verbindungen, verbotene Azofarb­stoffe und kurz­kettige Chlorparaf­fine.

Die PAK untersuchten wir in Anlehnung an die GS-Spezifikation AfPS GS 2014:01 PAK, Phthalate und kurz­kettige Chlorparaf­fine nach Extraktion mit GC-MS, Flamm­schutz­mittel in Anlehnung an DIN EN 71–9 bis 11, Organozinn­verbindungen nach Extraktion in Anlehnung an DIN EN ISO 17353 und verbotene Azofarb­stoffe in Anlehnung an § 64 LFGB.

Abwertungen

Abwertungen bewirken, dass sich Mängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen setzten wir ein: Lautete das Schad­stoff­urteil mangelhaft, konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein. War der Sitz­komfort ausreichend, konnte das Urteil für kindgerechte Gestaltung maximal eine Note besser sein. War Zusammenlegen und Aufklappen ausreichend, konnte die Hand­habung maximal eine Note besser sein.

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TestBuggys im Test12.04.2018
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