Büro im Wohn­haus Förster gewinnt Streit um Dienst­zimmer

Hat ein Förster in seinem Wohn­haus im Interesse seines Arbeit­gebers ein Dienst­zimmer einge­richtet, kann er die vollen Kosten vom zu versteuernden Einkommen absetzen. Das Dienst­zimmer unterliege nicht den begrenzten Regeln für ein häusliches Arbeits­zimmer, entschied das Finanzge­richt Köln (Az. 7 K 3561/10).

Der Kläger hatte auf Anweisung der Forst­behörde in dem Dienst­zimmer regel­mäßig Sprech­zeiten abge­halten. Wenn er krank war, arbeitete sein Vertreter dort. Außerdem stellte die Behörde die tech­nische Büro­ausstattung zur Verfügung. Für das Zimmer erhielt der Kläger monatlich eine steuerfreie Entschädigung von 81,81 Euro. Die darüber hinaus­gehenden Kosten in Höhe von 3 417 Euro wollte das Finanz­amt nur bis zu der für ein häusliches Arbeits­zimmer geltenden Grenze von 1 250 Euro pro Jahr als Werbungs­kosten anerkennen. Das ist falsch, so die Richter. Das Dienst­zimmer sei als externes Büro des Arbeit­gebers zu werten und unterliege daher nicht der Arbeits­zimmerregelung.

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