Der Bundesgerichtshof (BGH) verbessert die Situation von Bürgen weiter. Anerkannt ist bereits, dass Bürgen, die „krass überfordert“ und dem Schuldner emotional verbunden sind, nicht zur Kasse gebeten werden dürfen. Nun urteilte der BGH, dass eine bürgende Ehefrau auch dann nicht für den Firmenkredit ihres Mannes zahlen muss, wenn sie die Kreditgespräche teilweise selbstständig führte und in der Firma Verantwortung übernommen hat.

Es sei nicht ausgeschlossen, dass sie nur aus „emotionaler Verbundenheit“ bürgte. Da sie mit der Zahlung überfordert war, erklärte der BGH die Bürgschaft für sittenwidrig (Az. X ZR 311/01).

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