Ein Kreditvertrag, den der geringverdienende Ehepartner mit unterschreibt, kann sittenwidrig sein. Eine Frau musste deshalb 6 000 Euro für den Kredit ihres Mannes nicht zahlen. Das Oberlandesgericht Dresden wertete die Unterschrift der Frau als sittenwidrige Bürgschaft (Az. 12 U 1394/06).

Der Mann hatte rund 12 000 Euro Kredit aufgenommen. Als er nicht mehr zahlen konnte, sollte die Frau den Kredit bedienen. Die Mutter von zwei Kindern verdiente monatlich 850 Euro netto. Die Raten betrugen rund 75 Euro monatlich.

Die Bürgschaft habe die Ehefrau „krass finanziell überfordert“, stellten die Dresdener Richter fest. Sie habe nur aus „emotionaler Verbundenheit“ mit unterschrieben.

Dieser Artikel ist hilfreich. 468 Nutzer finden das hilfreich.