Risiken Bürger­wind­parks

Interes­sens­konflikte

Oft stehen Projekt­entwickler, Betreiber und Land­eigentümer in enger Beziehung zueinander. Es besteht dann das Risiko, dass sie bei der Planung und beim Betrieb eher ihre eigenen finanziellen Interessen verfolgen als die der beteiligten Bürger.

Rechts­streitig­keiten

Behörden widerrufen Genehmigungen, Anwohner widersetzen sich dem Bau oder Betrieb mit recht­lichen Mitteln, Gesell­schafter und Betreiber geraten in Konflikte. Das Potenzial für Konflikte ist bei einem Wind­park groß.

Wind­abschattung

Bei den Anlagen kommt weniger Wind an, wenn er in der Umge­bung weitere Rotoren antreibt. Wird in der Nähe ein Park gebaut oder ein bestehender mit stärkeren Anlagen bestückt, kann sich die Wind­ausbeute reduzieren.

Arten­schutz

Einige Wind­kraft­anlagen werden zeit­weise abge­schaltet, um Vögel oder Fledermäuse zu schützen. Es kann sein, dass Behörden oder Naturschützer durch­setzen, dass sie noch häufiger still­stehen müssen.

Einspeise­vergütung

Sind die Strom­preise an der Strombörse über Stunden negativ, entfällt für die Zeit der Anspruch auf Einspeise­vergütung. Sie kann auch sinken, wenn der Wind­park die Bedingungen nicht mehr erfüllt oder der Gesetz­geber sie ändert.

Wind­angebot

Der Wind darf weder zu schwach noch zu stark sein, um Strom zu erzeugen. Vergangene Jahre waren unerwartet oft wind-arm. Es kann sein, dass die Wind­ausbeute in kommenden Jahren noch weiter sinkt.

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