Bügel­eisen & Bügel­stationen Test

Eine Bügel­station mit separatem Druck­boiler erzeugt fast viermal so viel Dampf wie ein durch­schnitt­liches Dampf­bügel­eisen. So verschwinden sogar hartnä­ckige Falten. Ohne Druck­boiler klappt das nicht ganz so gut. 360 Euro kostet die beste Station – fast acht­mal so viel wie das güns­tigste gute Dampf­bügel­eisen. Im Test: sieben Dampf­bügel­eisen und acht Bügel­stationen (Preise: 46 bis 550 Euro). Fazit: In beiden Kategorien gibt es gute Geräte – und mangelhafte.

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TestBügel­eisen & Bügel­stationentest 12/2016
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Echte Bügel­stationen erzeugen Dampf mit Druck

Unter dem Begriff Dampf­bügel­station vermarkten Anbieter zweierlei: zum einen Geräte, die in einem separaten Boiler unter Druck Dampf erzeugen. Sie kosten 245 bis 550 Euro. Im Unterschied dazu bewerben Anbieter auch solche Modelle als Stationen, die ähnlich aussehen, aber ohne Druck­boiler arbeiten. Die getesteten Modelle leiten Wasser mit einer Motorpumpe entweder zum Bügel­eisen oder in einen druck­losen Boiler, wo es verdampft. Ihr haupt­sächlicher Vorteil besteht darin, dass der separate Behälter mehr Wasser fasst als der eines Dampf­bügel­eisens. Diese Geräte sind billiger als Stationen mit Druck­boiler, über­zeugten aber nicht im Test.

Dampf­bügel­eisen ohne Dampf bei Stufe 1

Im Labor musste jedes Gerät sowohl empfindliche als auch robuste Textilien plätten: Misch­gewebe, Seide, Baumwolle, Leinen. Die größten Unterschiede zeigten sich am Misch­gewebe. Es darf nicht zu heiß gebügelt werden. Die meisten Dampf­bügel­eisen und Stationen ohne Druck­boiler liefern in Temperaturstufe 1 jedoch keinen Dampf. Falten lassen sich kaum entfernen. Das Misch­gewebe sah nach dem Bügeln immer noch knitt­rig aus.

Dampf auch mit nied­riger Temperatur

Ganz anders die echten Bügel­stationen mit Druck­boiler. Sie stoßen Dampf auch bei Temperaturstufe 1 aus, wenn die Bügelsohle nicht so heiß ist. Auf diese Weise verschwinden Falten selbst aus empfindlichen Textilien. Lediglich die teuerste Station im Test patzte in dieser Prüfung: Das Gerät bietet nur die Temperaturstufen 2 und 3. Für empfindliche Textilien empfiehlt der Anbieter eine Aufsteck­sohle. Bei Nutzung dieser Schutz­sohle tropfte beim Dampf­bügeln des Misch­gewebes jedoch Wasser auf die Wäsche. Daher verzichteten die Teste­rinnen – drei erfahrene Büglerinnen – auf Dampf. Die Wäsche blieb knitt­rig.

Genug Dampf für Robustes

Ab Temperaturstufe 2 dampfen auch die klassischen Bügel­eisen. Robuste Textilien wie Baumwoll­hemden und Bett­wäsche bügelten sie ähnlich glatt wie die Stationen mit Druck­boiler. Die Dampf­bügel­eisen erzeugen weniger Dampf pro Minute: durch­schnitt­lich 37 Gramm, die Bügel­stationen erzeugen 100 Gramm. Diese Mengen lassen sich jedoch nicht direkt vergleichen, da die Geräte unterschiedlich zu bedienen sind. Die klassischen Bügel­eisen stoßen permanent Dampf aus. Die Stationen liefern ihn nur durch Drücken der Dampf­taste. Inner­halb weniger Sekunden befeuchten sie die Wäsche stark und bügeln sie anschließend ohne Dampf trocken. Der Test zeigt: Ab Temperaturstufe 2 lieferten fast alle klassischen Eisen genug Dampf für gute Bügel­ergeb­nisse.

Kleine Tanks leeren sich schnell

Je mehr es dampft, desto schneller leert sich der Wasser­tank. Klassische Dampf­bügel­eisen mit ihren kleinen Wasser­reservoirs müssen nach fünf bis zehn Minuten Voll­dampf nachtanken. Mit weniger Dampf reicht das Wasser länger. In der Praxis müssen sie meist nach 10 bis 20 Minuten nachgefüllt werden. Bügel­stationen dagegen über­stehen locker einen „Tatort“-Krimi am Sonn­tag­abend.

Eine Temperatur für alle Textilien

Einige Geräte erleichtern die Arbeit zusätzlich, indem sie alles mit einer fest­einge­stellten Temperatur plätten. Trotz der relativ hohen Temperaturen beschädigten sie empfindliche Textilien nicht. So entfällt das Vorsortieren der Wäsche nach empfindlichen und weniger empfindlichen Textilien. Niemand muss mehr auf die richtige Sohlen­temperatur warten. So geht alles schneller.

Regel­mäßiges Entkalken ist ratsam

Ein Bügel­eisen und eine Station brachen im Fall­test aus 90 Zenti­meter Höhe. Stromleitende Teile des Bügel­eisens waren berühr­bar. Das ist ein Sicher­heits­risiko – beide sind mangelhaft. Weitere Produkte hielten im Dauer­test nicht durch. Sie verkalkten – teil­weise trotz spezieller Antikalk­patronen. Die kosten 10 beziehungs­weise 6 Euro und müssen regel­mäßig ausgetauscht werden. Dennoch setzte der Kalk diese Geräte vergleichs­weise schnell zu.

Richtig Entsorgen

Zahlreiche wert­volle Informationen rund um das Thema Entsorgung von Elektroschrott finden Sie in unserem großen FAQ Elektroschrott auf test.de.

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