Bubble Tea Chemikalien in Bubble Tea gefunden

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Bubble Tea - Chemikalien in Bubble Tea gefunden

Die Kritik an Bubble Teas reißt nicht ab. Jetzt wurde bekannt, dass Aachener Wissenschaftler in den Perlen des Trendgetränks gesundheitsgefährdende Chemikalien nachgewiesen haben. Sie sollen das Krebsrisiko erhöhen und Allergien auslösen können. Die Ergebnisse sind aber mit Vorsicht zu genießen: Die Probenzahl ist gering, die Untersuchungs­methode neu und wenig bekannt. Das Verbraucherschutzministerium in Nordrhein-Westfalen veranlasst eigene Untersuchungen.

Zufallsfund von Chemikalien

Eigentlich waren die Wissenschaftler der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen auf der Suche nach Stoffen, die Allergien auslösen können. In den Perlen, den so genannten Toppings, von zehn Bubble-Tea-Proben stießen sie dabei aber auf Chemikalien. Diese haben in Lebensmitteln nichts zu suchen. „Dabei handelt es sich besonders um die gesundheitsschädlichen Stoffe Styrol, Acetophenon und bromierte Substanzen“, sagte einer der Wissenschaftler gegenüber der Rheinischen Post.

Viele offene Fragen

Alle Proben würden aus einer Filiale in Mönchengladbach stammen, die zu einer deutschlandweiten Kette gehöre. Um welche Filiale es sich handelt, sagten die Forscher nicht. Ebenso wenig gaben die Wissenschaftler auf Nachfragen von test.de an, in welcher Menge sie die Chemikalien nachweisen konnten. Damit lässt sich derzeit nicht ableiten, ob durch die gefundenen Substanzen von Bubble Teas eine Gesundheitsgefahr ausgeht. Beispielsweise gehören zu den bromierten Substanzen eine Vielzahl von Stoffen. Einige dieser Industriechemikalien gelten als krebserregend oder erbgutschädigend. Gesundheitsgefahr besteht meist dann, wenn sie sich über viele Jahre in größeren Mengen im menschlichen Körper anreichern.

Ministerium kündigt Stichproben an

Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium will nun selbst „stichenprobenartige Untersuchungen auf Rückstände“ in Bubble Tea vornehmen, wie ein Ministeriumssprecher mitteilte. Dem Ministerium würden derzeit weder genaue Prüfergebnisse noch aussagekräftige Angaben zur Untersuchungsmethode der Aachener Wissenschaftler vorliegen. Üblich ist es, kritische Funde mit einer zweiten Prüfmethode gegenzukontrollieren – insbesondere solange nicht klar ist, wie verlässlich die neue Methode ist.

Künstliche Farbstoffe und viel Zucker

Dass Bubble Teas kein ideales Getränk sind, hat der Schnelltest Dickmacher aus Fernost der Stiftung Warentest eindeutig gezeigt: Ihre bunten Farben gehen mitunter auf synthetische Azofarbstoffe zurück. Diese stehen im Verdacht, bei Kindern zu Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefiziten zu führen. Die Tester untersuchten exemplarisch je zwei Sorten der Ketten BoboQ und Boobuk. Mit 50 bis 60 Gramm Zucker pro Becher (500 Milliliter) enthielten drei Bubble Teas im Test außerdem etwa genau so viel Zucker wie die gleiche Menge Cola.

Verschluckungsgefahr bei Kleinkindern

Bereits im Februar hatte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte geraten, dass Kleinkinder keinen Bubble Tea trinken sollten. Damit verbunden war die Forderung nach entsprechenden Warnhinweisen zur Verschluckungsgefahr, unter anderem von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner.

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logos60 am 27.08.2012 um 23:37 Uhr
German hysteria - german history

Wir Deutschen können irgendwie nicht anders! Für unsere Tugenden (Pünktlichkeit, Fleiß, Ehrlichkeit, Qualität,Verlässlichkeit, Genauigkeit) werden wir weltweit mit Recht geachtet. Aber leider zeigt sich bei jedem aktuellen Thema auch die Kehrseite unserer aktuellen Medaille: Starrsinn, Besserwissertum, Obrigkeitswahn, Absicherung- und Kontrollzwang.
Ich mach mir Sorgen! Denn kaum flötet irgendein "Wissenschaftler", der sogar noch mit der "hohen Weihe" einer Professur "gesegnet" wurde, die er auf welchem Wege auch immer erlangt hat, irgendeine neue WEISHEIT und damit WAHRHEIT in die Baumkrone unserer jungen Republik, rauscht gleich der ganze Wald.
Vogelgrippe, Rinderwahn, Schweinegrippe, Gammelfleisch, Soja-Sprossen und jetzt (Fanfarenstoß:Tättärättätäääää!): Kleine Bubbles aus Taiwan. Jedes Jahr pünktlich im Sommerloch lockt ein Jemand, ähnlich dem Rattenfänger von Hameln, begleitet vom Fanfarenzug der deutschen Presse, die ganze deutsche Meute in den dunklen Berg der deutschen Sage

RAINBOW am 26.08.2012 um 18:22 Uhr
vielleicht ist es "typisch Deutsch"

... aber nicht umsonst orientieren sich mehr und mehr Länder an unseren Sicherheitsstandards in "Sachen Gesundheit" - und einmal zu viel gerufen ist besser, als Bürger mit dem Notarzt ins Krankenhaus zu schaffen!
Die Warnung in Sachen "Kleinkinder" ist zwar traurig, (früher haben Eltern ihre Kinder ohne Aufforderung beschützt), aber in heutiger Zeit leider notwendig!

Klausklaus am 24.08.2012 um 20:37 Uhr
Typisch deutsch

Wir haben weder Krieg noch Erdbeben, Tsunami, Atom- oder Seuchenalarm. Nein, ein neues Getränk ist auf dem Markt. Da sind Kugeln drin, die kann man verschlucken, so wie man auch ein Stück Gulasch verschlucken kann, wenn man sich dämlich anstellt. Und dann hat auch noch irgendein Labor irgendwas festgestellt, ohne sich aber konkret zu äußern, was es festgestellt hat. Und schon verfällt das Volk der Bedenkenträger in eine Massenhysterie und fleht auf Knien um Gesetze und Verbote durch die schützende Obrigkeit.

datewatchdog am 24.08.2012 um 18:13 Uhr
Modegetränk aus Asien

Dass die Modewelle mit Bubbletea auch hier herübergeschwappt ist, war mir schon klar, als ich hörte, dass das hochprozentig mit Zucker versetzt ist. Eltern sind immer noch unbelehrbar, ihren Kindern vernünftigen Umgang mit Zucker vorzuleben. Chemikalien jetzt dazu noch machen eine Reglementierung dieser Süßstoffbrause unerläßlich!