Brustvergrößerung

Material und OP-Technik: Künstlicher Busen: Silikon in der Tasche

26.08.2010

Brustvergrößerung Alle Testergebnisse für Beratungen vor kosmetischer Brustvergrößerung

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Inhalt

Implantate. Bevorzugtes Material ist formstabiles Silikongel, ummantelt von einer zweischichtigen Silikonhülle. Ein Silikonaustritt ins Gewebe ist dadurch nahezu ausgeschlossen. Auch möglich: Implantate mit einer Kochsalzlösung. Bei Beschädigung oder Materialermüdung der Hülle ist ein Auslaufen der Füllung möglich. Eigenfett ist für die kosmetische Brustvergrößerung kein Standardverfahren.

Oberfläche. Die Silikonhüllen gibt es mit glatter oder texturierter Oberfläche. Implantate mit angerauter Oberfläche wachsen in der Regel besser in das umgebende Gewebe ein und verringern das Risiko von Gewebeverhärtungen (Kapselfibrosen).

Form. Es stehen anatomische und runde Implantate zur Auswahl. Die Wahl hängt von der Körper- und Brustform der Patientin ab. Meist sehen die tropfenförmigen anatomischen Einlagen natürlicher aus, bei kleinen Brüsten manchmal eher die runden.

Operationstechnik. Der Operateur bildet im Gewebe eine „Tasche“, die das Implantat aufnimmt. Ein Operationsschnitt unterhalb der Brust bietet dem Chirurgen gute Sicht aufs Operationsgebiet und kurze „Arbeitswege“. Vorteil für die Patientin: Die Narbe wird durch die Brust verdeckt. Auch möglich: Chirurgischer Zugang über die Achsel oder am Brustwarzenvorhof.

Implantatposition. Auf dem Brustmuskel – direkt unter der Brustdrüse – oder unter dem Brustmuskel. Die Position unter dem Brustmuskel senkt das Risiko einer Gewebeverhärtung (Kapselfibrose), die eine erneute Operation notwendig machen würde. In seltenen Fällen kann es bei kleinen Frauen günstiger sein, das Implantat auf dem Muskel zu positionieren.

Narkose. Eine Brustvergrößerung wird in der Regel unter Vollnarkose gemacht. Bei Operationen, die in kombinierter Lokalanästhesie mit Dämmerschlaf durchgeführt werden, muss aus Sicherheitsgründen ein Anästhesist anwesend sein, denn der Chirurg kann nicht gleichzeitig operieren und die Patientin überwachen.

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Implantatwechsel. Hersteller und Kliniken werben zum Teil mit dem Versprechen, ein Austausch der neuesten Brustimplantate sei nicht mehr nötig. Doch es fehlen Langzeitbeobachtungen. Patientinnen sollten davon ausgehen, dass die Haltbarkeit der Implantate begrenzt ist und innerhalb von 20 Jahren ein Wechsel wahrscheinlich ist, also Folgeoperationen nötig sind.

Brustgröße. Als Folge einer Brustvergrößerung wird die natürliche Brust kleiner – auf den Druck des Implantats reagiert das darüberliegende Brustgewebe mit einer Volumenverminderung. Bei einer Entfernung der implantierten Silikonkissen muss damit gerechnet werden, dass die ursprüngliche Form und Größe der Brust nicht mehr gegeben ist.

26.08.2010
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