Bäckereien halten Brote für jede Haushaltsgröße bereit: gut für die Vorratshaltung, schlecht für den Preisvergleich. Denn Preise pro Kilo oder 100 Gramm, wie man sie bei allen abgepackten Lebensmitteln, aber auch an der Frischetheke findet, sucht man hier meist vergeblich. Normalerweise wird nur der Preis pro Brot samt Gewicht angegeben. Wer es wissen will, muss rechnen. Zum Beispiel den Preis eines Bauernbrots zu 1 500 Gramm durch sechs teilen, um es mit einem Halbpfünder zu vergleichen.

Dass man rechnen muss, ist rechtens. Ausnahmen von der Preisangabenverordnung sind gestattet, wenn Bäckereien beispielsweise weniger als sechs Filialen oder eine Verkaufsfläche unter 100 Quadratmetern haben. Im März will sich die EU damit befassen.

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