Brot und Brötchen aus Deutschland enthalten im europäischen Vergleich das meiste Salz. Auch bei Aufbackbrötchen geizen die Großbäckereien nicht damit, wie unser jüngster Test zeigt (siehe „Aufbackbrötchen“ aus test 3/11). Wer zwei Stück (100 Gramm) pur isst, hat im Durchschnitt schon 1,6 Gramm Salz intus. Das ist zwar deutscher Durchschnitt, aber ein Viertel der täglich empfohlenen 6 Gramm. Mit jeder weiteren Prise wächst das Bluthochdruckrisiko. Unlängst schlug die EU vor, dass Brot mit mehr als 1,3 Prozent Salz nicht als gesund beworben werden dürfe. Doch das Bäckerhandwerk hierzulande stoppte den Vorstoß. Salz sorge für Volumen, Geschmack und Verträglichkeit. Auch hiesige Ernährungsexperten raten weiterhin, möglichst viel Brot und Brötchen zu essen. Sie liefern jede Menge sättigende Stärke und als Vollkornvariante gesundheitsförderliche Ballaststoffe.

Tipp: Entschärfen Sie das Salzdilemma, wählen Sie salzarme Beläge wie Marmelade und Frischkäse statt Räucherschinken und Salami. 20 Gramm Räucherschinken haben bis zu 1 Gramm Salz.

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