Brötchen Meldung

Klein und fest, aber unübertroffen im Geschmack – am Tag der Deutschen Einheit gedenkt mancher der legendären Ostschrippe. Handelt es sich dabei um Ostalgie, oder war die Qualität wirklich so gut? Eindeutig beweisen lässt sich das nicht mehr, aber erklären. So war das Mehl in der DDR unbehandelt, also frei von Ascorbinsäure und Enzymen. Heute helfen diese Zusatzstoffe oft, dass der Teig aufgeht und die Krume locker wird. Zugute kam den Ost-Brötchen womöglich auch, dass ihr Teig mit mechanischem Werkzeug schonend geknetet wurde statt mit modernen Spiralknetern. „Die“ Ostschrippe aber gab es wohl nicht, erklären Bäckereiforscher. Sie war auch das Resultat täglicher Improvisationskunst – mal war die Hefe zu trocken, mal das Mehl nicht ideal. Handwerksbäcker glichen das mit vielen Kniffen aus, ließen den Teig etwa lange ruhen oder gaben Teig vom Vortag zu.

Tipp: Manche Bäcker in Ostdeutschland bieten noch Ostschrippen an. Probieren Sie sie und machen sich selbst ein Bild.

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