Britische Fondspolicen Meldung

Kunden, die mit britischen fondsgebundenen Lebensversicherungen viel Geld verloren haben, haben in der letzten Instanz noch eine Chance auf Entschädigung. Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt am 16. Dezember über zwei Klagen. Die Urteile sind wichtig für viele weitere Fälle.

In einem Fall hatte ein Ehepaar 204 000 Euro Einmalbeitrag gezahlt. Dafür sollte die Versicherungsgesellschaft eine monatliche Rente von 1 700 Euro zahlen. Der Versicherer ging in seinen Berechnungen von 8,5 Prozent Rendite aus. Der Vertrag erzielte jedoch zuletzt nur noch 0,5 Prozent. Der Versicherer reduzierte die Leistungen mit der Begründung, dass sie vertraglich nicht garantiert sind. Die Höhe der Rente sollte zwar gleich bleiben, aber das Kapital reicht nicht, um sie über die vereinbarte Zeit von 18 Jahren auszuzahlen. Wenn das Kapital aufgebraucht ist, wird die monatliche Rentenzahlung beendet.

Der BGH muss nun entscheiden, ob die Versicherungsbedingungen für den Kunden durchschaubar waren. Sind sie das nicht, dann gelten sie auch nicht.

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