Rollen jetzt die Millionen? Wenigstens 10.000 Dollar hat jeder Glückspilz offenbar schon so gut wie sicher, der den Brief des Lotterieannahmedienstes ALWS aus dem Briefkasten fischt. Für Sie als "garantierte Preisgeldgewinnerin" habe der Computer ganz spezielle Glückszahlen ausgespuckt, lächelt der Lotto-Präsident im Briefkopf. In anderen Briefen stellt ALWS sogar einen 2,3-Millionen-Gewinn in Aussicht. Der Haken: Es geht um ein australisches Lotto, und die Gewinnerin muss erst mal 10 Mark überweisen. Wer will die später, wenn aus den Millionen nichts wird, vom anderen Ende der Welt wieder zurückklagen?

Mit der Hoffnung auf Lottoglück machen zahlreiche dubiose Abzocker die schnelle Mark. "Es kommt immer wieder vor, dass Briefkastenfirmen aus aller Herren Länder ohne Lizenz deutsche Verbraucher anschreiben", erklärt Peter Zerfowski, Justiziar beim Deutschen Lottoblock.

Eine andere Masche: Selbst ernannte "Spielgemeinschaften", die angeblich "im Auftrag von Lotto" handeln, rufen Verbraucher zu Hause an: Es werde probeweise ein neues Systemspiel "9 aus 49" angeboten. Oft wird das Geld schon vom Konto des Spielers eingezogen, bevor er eine Einverständniserklärung unterschrieben hat. Fakt ist: Weder der Deutsche Lottoblock noch die Lotteriegesellschaften betreiben Telefonwerbung.

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