Briefe und Pakete während des Urlaubs Meldung

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Viele Deutsche verreisen in diesen Wochen. Trotzdem kommen zuhause weiterhin Briefe und Pakete an. Neben Tageszeitungen verstopfen auch Anzeigenblätter und zahlreiche unerwünschte Werbesendungen den Posteingang oft innerhalb weniger Tage. Für Einbrecher ist das ein sicheres Indiz: Diese Wohnungen und Häuser stehen leer. test.de gibt Tipps für ankommende Briefe und Pakete während des Urlaubs.

Bei der Post einlagern

In zwei Wochen Urlaub kommt eine Menge Post zusammen. Schnell läuft der Briefkasten über. Der einfachste Ausweg ist, wenn Nachbarn den Briefkasten regelmäßig leeren und Paketsendungen annehmen. Wer seine Nachbarn nicht um diesen Gefallen bitten will, kann bei der Deutschen Post einen Lagerauftrag abgeben. Für 7,80 Euro lagert die Post einen Monat lang alle Briefe, Postkarten, Einschreiben sowie Bücher- und Warensendungen ein. Das gilt jedoch nur für Sendungen, die die Deutsche Post oder DHL zustellen sollten. Briefe von privaten Briefdiensten lagert die Post nicht ein. Bei einigen privaten Briefdiensten gibt es die Möglichkeit, mit einem Nachsendeantrag die Briefe an eine andere Person umzuleiten. Diese Person muss aber in dem Zustellgebiet des Briefdienstes wohnen.

Nachsendung an den Urlaubsort

Wer seine Post auch am Urlaubsort empfangen will, kann einen Nachsendeauftrag „wegen vorübergehender Abwesenheit“ abgeben. Die Post leitet dann alle Briefe und Postkarten, die sie zustellen soll, an die Urlaubsadresse weiter. Dieser Auftrag muss allerdings mindestens 14 Tage laufen. Bis zu einer Dauer von sechs Monaten kostet das 14,80 Euro. Formulare gibt es in den Filialen der Deutschen Post und online. Auf Wunsch leitet die Post auch Päckchen und Pakete weiter - zum normalen Pakettarif. Auch Zeitungen und Zeitschriften können Sie im Urlaub empfangen. Innerhalb Deutschlands leiten die meisten Verlage abonnierte Medien kostenlos weiter. Nachsendungen ins Ausland kosten aber extra.

Zurück zum Absender

Schwieriger ist es dagegen bei privaten Brief- und Paketdiensten. Diese stecken ihre Sendungen nur in den Briefkasten oder geben sie beim Nachbarn ab. Wenn sie niemanden antreffen, befördern sie die Pakete zum Absender zurück: bei Hermes nach vier, bei DPD und UPS nach drei erfolglosen Zustellversuchen und fünf Tagen im Depot. Tipp: Wenn Sie bestimmte Pakete während des Urlaubs erwarten, lassen Sie diese gleich an eine andere Adresse schicken, wo sie angenommen werden, zum Beispiel auf die Arbeit oder zu Bekannten, die informiert sind.

Fristen laufen weiter

Besonders wichtig ist der Verbleib der Briefe, wenn sie rechtserhebliche Erklärungen enthalten wie zum Beispiel Kündigungen, Abmahnungen oder Klagen. Selbst wenn der Briefträger diese in der Post einlagert, gelten sie als zugestellt. Eventuelle Einspruchs- oder Erklärungsfristen laufen ab dem nächsten Werktag. Bei längeren Reisen können solche Fristen schnell ablaufen. Tipp: Melden Sie sich sofort, wenn Sie eine Frist versäumt haben. Bei Fristen von Behörden und Gerichten können Sie einen so genannten Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand stellen. Das geht formlos und ist im Grunde ganz einfach: Erklären Sie, wieso Sie das Schreiben nicht gelesen und die Frist unverschuldet versäumt haben. Dann gewähren Ihnen Behörden und Gerichte Wiedereinsetzung. Außerdem berücksichtigen sie auch nachträgliche Erklärungen, Ein- und Widersprüche.

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