Brief-Irrläufer Meldung

In der Urlaubszeit landen einige von bundesweit täglich rund 70 Millionen Briefen im falschen Postkasten. Schließlich macht auch der Postbote mal Ferien, und sein Vertreter kennt sich nicht immer so gut aus. Vorsicht: Solche Sendungen einfach wegzuwerfen, kann als Sachbeschädigung gelten. Sie zu öffnen, wenn es nicht versehentlich geschieht, wäre ein Verstoß gegen das Briefgeheimnis. Besser ist es, falsch adressierte Post mit dem Vermerk "Empfänger unbekannt" oder ­ falls der Adressat umgezogen ist ­ mit "weiterleiten an " in den Postbriefkasten zu geben. Findet die Post weder Empfänger noch Absender, werden die Briefe in einer Zentralstelle in Marburg geöffnet, um so Hinweise zu erhalten. Klappt auch das nicht, werden sie archiviert. Kunden, deren Schreiben beim Empfänger nicht ankommen, können gratis einen Nachforschungsauftrag stellen. Dann wird automatisch das Marburger Archiv abgefragt.

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