Wer einen Vertrag über einen schnellen Internet­anschluss abschließt, weiß kaum, wie schnell der Anschluss wirk­lich sein wird. Das verdeutlicht eine Unter­suchung der Bundes­netz­agentur. Messungen unter Beteiligung von mehr als 200 000 Nutzern zeigten bei allen Anschluss­technologien Abweichungen zwischen den in Aussicht gestellten und den tatsäch­lichen Daten­raten: Wo „bis zu 16 MBit/s“ drauf­steht, ist oft deutlich weniger drin. Am geringsten war der Unterschied bei Kabel-Internet-Anschlüssen, bei denen es dafür stärkere tages­zeitliche Schwankungen gab als bei DSL. Unterschiede zwischen Stadt und Land gab es nur bei Mobil­funk­anschlüssen. In Ballungs­gebieten waren LTE-Netze häufiger ausgelastet und entsprechend lang­samer. Auch die Verträge hat die Netz­agentur geprüft und nur vage Angaben zu den Daten­raten gefunden. Sie will in einen „konstruktiven Dialog mit den Unternehmen“ treten, um für Kunden mehr Trans­parenz zu schaffen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 12 Nutzer finden das hilfreich.