Bratwürste Test

18 Bratwürste aus Schweine­fleisch und zwei aus Geflügel liefern sich ein heißes Rennen um das beste Qualitäts­urteil. Eine Bio-Wurst aus Schwein sichert sich den Sieg auf ganzer Linie: gutes Fleisch, vielschichtiger Geschmack und weniger Fett als die Konkurrenz. Der Test zeigt: Gute Würste gibt es schon für 37 Cent pro 100 Gramm. test verrät, was in der Bratwurst drin ist, wo es die „letzte Wurst vor Amerika“ gibt – und ob Uli Hoeneß auch als Würst­chen­fabrikant Champions-League-Format hat.

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TestBratwürstetest 06/2014
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Kein Känguru­fleisch gefunden

Dreimal gab es die Bestnote Sehr gut für Geruch, Geschmack und Aussehen – neben dem Testsieger und einer Nürn­berger Rost­bratwurst schaffte das auch die Wurst von Howe, dem Unternehmen von Uli Hoeneß. Die Siegerwurst über­zeugt mit einem vielschichtigen Geschmack, leichter Schärfe und deutlich mehr Muskel­fleisch, als es die Mindest­stan­dards für Bratwurst fordern. Muskel­fleisch ist qualitativ besser als beispiels­weise Bindegewebe. Es liefert wert­volles Eiweiß. Auch die beiden exemplarisch ausgewählten Geflügelwürste schneiden im Test gut ab. Weitere gute Nach­richt: Die Tester fanden kein falsch deklariertes Fleisch – das heißt: Es war immer drin, was auf der Packung angegeben war. Geprüft wurde unter anderem auf Schaf, Ziege, Pferd, Esel, Känguru und Strauß.

Qualität steigt

Die deutschen Bratwürste sind im Laufe der Zeit besser geworden. So zeigte die Unter­suchung auf Keime: Die mikrobiologische Qualität hat im Vergleich zum Vortest zugelegt, Bratwürste: Nürnberger liegen vorn, test 7/2010. Damals hatten die Prüfer zahlreiche Keime auf drei von 19 untersuchten Bratwürste gefunden – was zum test-Qualitäts­urteil Mangelhaft führte. Diesmal zeigte kein einziges Produkt Verderbnis­anzeichen. Auch Knorpel­teilchen waren jetzt kaum auszu­machen, beim letzten Test waren die Tester bei immerhin drei Produkten fündig geworden.

Hoch­wertige Wurst­masse

Die deutschen Fleisch­leitsätze schreiben unter anderem vor, wie viel Muskel­fleischeiweiß in einer Bratwurst enthalten sein muss. Die Menge variiert je nach Wurst­typ. Je höher der Wert, desto mehr reines Muskel­fleisch enthält die Wurst. Thüringer müssen beispiels­weise mindestens 8,5 Prozent Muskel­fleischeiweiß enthalten, die beiden Thüringer im Test lagen bei rund 12 Prozent. Fast alle geprüften Bratwürste über­steigen die Mindest­anforderungen deutlich. Die Wurst­masse dieser Produkte im Test ist über­durch­schnitt­lich hoch­wertig. Auch fanden die Tester in keinem Produkt Hinweise auf wieder­verwertete Wurstreste, sogenanntes Rework. Bei drei Viertel der Würste stehen „Spitzenqualität“ oder ähnliche Versprechen auf der Packung, bei ihnen wäre Rework nicht zulässig. Die übrigen Test­kandidaten hätten recht­lich Wurstreste enthalten dürfen.

Schweinedarm erschwert das Kauen

Hier­zulande ist Schwein die meist­verzehrte Tier­art. Der Darm, in dem viele Würste stecken, stammt dabei allerdings häufig vom Schaf. Auf der Verpackung ist er meist als Saitling angegeben. Nürn­berger müssen sogar im Schafs­darm stecken. Er hat einen geringeren Durch­messer als Schweinedarm und eignet sich so besser für die kleine Form der fränkischen Würste. Er ist meist leichter zu kauen als der etwas zähere Schweinedarm, wie die Test­ergeb­nisse zeigen. In einem Fall fiel das besonders auf: Der Darm der Pikanten Rost­bratwurst Böklunder von Aldi Süd ist spür­bar zäh und erfordert energisches Kauen. Über­raschend: Auch eine der Geflügel-Bratwürste steckt in einem Schweinedarm. Für Grill­fans, die kein Schwein essen, ist sie damit keine Option.

Bratwürste Test

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