Brand­schutz zuhause Meldung

Wie Sie mit wenig Geld und einfachen Maßnahmen schwere Brände verhindern können.

Brände beginnen oft schleichend, fressen sich aber schnell durch Möbel oder Teppiche und füllen die Räume mit giftigem Rauch. Oft bleiben nur wenige Minuten, um das Haus zu verlassen. Rauchmelder können Bewohnern wichtige Minuten verschaffen, Feuerlöscher, Lösch­decken und sorg­sames Verhalten können schwere Brände verhindern. Breitet sich das Feuer aus, hilft nur der Notruf der Feuerwehr 112, Fenster und Türen zu schließen und das Haus zu verlassen.

Lösch­decke. Eigentlich klar, aber oft nicht beherzigt: Wer in der Küche brät, kocht oder toastet, sollte Töpfe, Pfannen und Elektrogeräte nicht unbe­obachtet lassen. Entzündet sich etwa Fett in der Pfanne, lässt es sich anfangs mit dem Topf­deckel ersti­cken. Lösch­versuche mit Wasser können dagegen zu Fett­explosionen und damit zu lebens­gefähr­lichen Verbrennungen führen. Auch eine Lösch­decke (nach DIN EN 1869) kann bei einem Fett­brand helfen, sollte aber nur bei kleinen Fritteusen oder Töpfen zum Einsatz kommen. Lösch­decken eigenen sich vor allem für Entstehungs­brände. Ein-mal-ein-Meter-Modelle sind ab etwa 10 Euro zu haben.

[Hinweis 23.01.2015]: Aufgrund von Unter­suchungen belgischer Tester kann diese Empfehlung nicht mehr uneinge­schränkt gelten. Der Test zeigt, dass Lösch­decken nicht unbe­dingt halten, was die Hersteller versprechen und einen Brand sogar beschleunigen können. Hinweis Ende

Feuerlöscher. Er bietet schnelle Hilfe für kleine Brände. Für zuhause sind Wasser- oder Schaum­löscher empfehlens­wert. Die Schaumreste lassen sich später relativ leicht entfernen. Pulverlöscher sind preis­werter und für verschieden­artige Brände einsetz­bar, dafür verschmutzen sie Räume stark und können Geräte schädigen. Damit im Ernst­fall alles klappt, sollte jedem Familien­mitglied die Bedienung klar sein. Meist löscht man stoß­weise, in Wind­richtung und von unten; nur Tropf- oder Fließ­brände etwa mit Kunststoff von oben.

Rauchmelder. Viele Brände entstehen nachts. Im Schlaf ist der Geruchs­sinn ausgeschaltet. Schlafende wachen nicht recht­zeitig auf und erliegen den giftigen Dämpfen. Rauchmelder können das verhindern. Dringt Rauch in den Melder, ertönt ein Signalton. Zertifizierte Geräte gibt es für wenige Euro.

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