So vermeiden Sie Brände

Weihnachts­zeit ohne Katastrophen

  • Frisch geschlagen. Kaufen Sie Weihnachts­baum und Advents­kränze möglichst frisch. Den Baum am besten erst am 24. Dezember ins warme Wohn­zimmer holen. Versorgen Sie das Grün regel­mäßig mit Wasser, um es vor dem Austrocknen zu schützen. Nach dem Fest nicht zu lange in der Wohnung horten.
  • Stabil aufstellen. Baum und Weihnachts­kranz sollten nur auf feuer­festen Unterlagen und fest verankert stehen. Hilf­reich sind gute Baumständer. Eine zusätzliche Sicherungs­schnur, die den Baum mit der Wand verbindet, schützt ihn vorm Umfallen, wenn zum Beispiel Kinder dagegen laufen.
  • Systematisch anmachen. Beachten Sie beim Anzünden der Kerzen im Baum folgende Reihen­folge: Immer an der Rück­seite beginnen und von oben nach unten anzünden, löschen dann vice versa. Kerzen sollten in ausreichendem Abstand zueinander im Baum sitzen.

Gut gerüstet

  • Feuerlöscher parat haben. Lösch­werk­zeuge wie Feuerlöscher oder Lösch­spraydose sollten schnell zur Hand sein. Während der Weihnachts­zeit ist es sinn­voll, einen Wasser­eimer in die Nähe des Tannenbaums zu stellen. Eine Unter­suchung verschiedener Lösch­geräte­typen finden Sie in unserem Praxistest Feuer löschen.
  • Wohnung regel­mäßig entrümpeln. Gerade leicht brenn­bare Gegen­stände wie Papp­kartons, Papier­stapel oder vertrock­nete Pflanzen, aber auch ungenutzte Möbel oder alte Teppiche sind potenzielle Feuer­verstärker. Experten raten, die „Brandlast“ zu minimieren. Also regel­mäßig Abfälle entsorgen. Noch Nutz­bares verkaufen oder verschenken.
  • Flucht­wege frei halten. Sper­rige Gegen­stände dürfen den Weg zu Fens­tern, Türen, Fluren und Treppen nicht verstellen.
  • Zündeln verhindern. Lassen Sie Streich­hölzer und Feuerzeuge nicht offen herum­liegen, wenn Kinder im Haus sind.
  • Kippen voll­ständig ausdrücken. Noch glimmende Ziga­retten können einen Wohnungs­brand auslösen, wenn sie an Brenn­bares wie Bett­decken oder Papier geraten. Rauchen Sie nach Möglich­keit nicht im Bett.
  • Abstand halten. Kerzen, Bügel­eisen, Heiz­strahler und andere Wärmequellen nicht in direkte Nähe zu brenn­barem Material stellen.

Offenes Feuer

  • Nie alleine lassen. Sie sollten offenes Feuer von Kerzen im Auge behalten – ebenso wie einge­schaltete Herd­platten. Nur fünf Minuten Abwesenheit können reichen, damit sich ein plötzlich entstandenes Feuer ausbreitet.
  • Zugluft aussperren. Geschlossene Fenster verhindern, dass Luft­stöße zum Beispiel einen Vorhang über eine brennende Kerze wehen.
  • Feuer­feste Unterlage verwenden. Kerzen stehen sicher, wenn sie ausreichend befestigt sind und auf einer feuer­festen Unterlage stehen – wie Blech, Porzellan oder Glas.
  • Auf Nummer sicher. Um ein „Durch­brennen“ von Kerzen zu verhindern, kann man die unteren Enden der Kerzen in Alufolie wickeln und so heißes Wachs auffangen. Zusätzlichen Schutz bieten Sicher­heits­kerzen, weil sie nicht voll­ständig abbrennen. Auch nicht tropfende Modelle sind empfehlens­wert.
  • Modern für Stimmung sorgen. Lichterketten mit stromsparenden LED sind sicherer als Wachs­kerzen und können trotzdem romantisch wirken. Mehr zum Thema in unserem Test von Lichterketten.
  • Kaminfeuer einsperren. Funken können Schaden anrichten. Wenn Kamintüren vorhanden sind, diese bei Verlassen des Zimmers schließen.
  • Mit Ethanol vorsichtig sein. Bei Ethanol-Kaminen, die mit Alkohol und ohne Schorn­stein funk­tionieren, ist besondere Sorgfalt geboten. Bei falscher Hand­habung ist die Brandgefahr groß.

Sicher kochen und backen

  • Zum Essen wecken. Vergessenes Essen im Back­ofen verbrennt zu Koks und kann zu gefähr­licher Rauch­entwick­lung führen. Wenn Sie müde oder mit Alkohol im Blut etwas in den Ofen schieben, stellen Sie sich besser einen Wecker. Einschlafen kann sonst ohne Rauchmelder lebens­gefähr­lich werden.
  • Feuer ersti­cken. Wenn Fett in der Pfanne in Flammen aufgeht, stellen Sie sofort den Herd aus. Decken Sie entstehende Flammen in der Pfanne zum Beispiel mit einem Deckel ab, um die Sauer­stoff­zufuhr zu unterbinden. Auf keinen Fall Wasser auf den Fett­brand gießen.

Elektrobrand vorbeugen

  • Schnäpp­chen miss­trauen. Beim Kauf von Elektrogeräten sollen Prüfsiegel wie GS, TÜV oder VDE für ein Mindest­maß an Sicherheit sorgen. Gefälschte Siegel kommen gerade bei auffallend güns­tigen Importgeräten aus dem Internet oder von Trödelmärkten vor. Bei solchen Produkten sind oft billige Materialien schlecht verarbeitet, sie können durch Isolations­fehler oder andere Mängel einen Brand auslösen.
  • Stecker ziehen. Wenn Akkuladegeräte oder andere selten genutzte Elektrogeräte nicht in Betrieb sind, gehören sie ausgestöpselt. Das spart Energie und vermindert das Risiko von Kurz­schlüssen und Kabelbränden.
  • Vorsicht bei Steck­dosen­leisten. Nie mehrere Steck­dosen­leisten hinter­einander schalten. Das kann zu Über­lastung führen und Kabelbrand verursachen. Einige Mehr­fach­stecker erhitzen sich bei hohem Stromfluss stärker als die Norm erlaubt, dann steigt das Brandrisiko (siehe auch unseren Test von Steckdosenleisten, test 07/2011). Kabel mit beschädigter Schutz­hülle – auch von Geräten – unbe­dingt ersetzen.

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