Problematische Chemie

Eine Möglichkeit, Brände einzudämmen, besteht darin, im Wohnbereich Materialien zu verwenden, die gar nicht oder nur noch schwer entflammbar sind. In den USA, aber auch in Großbritannien gibt es entsprechende Gesetze. Die Sache hat nur einen Haken: Die erhöhte Brandsicherheit wird mit dem Einsatz von Chemikalien für den Flammschutz erkauft, die Gesundheitsschäden auslösen können.

Auch in Deutschland werden Fernsehgeräte, Computermonitore, aber auch Bodenbeläge und Matratzen manchmal mit Flammschutzmitteln versehen, die aus den Materialien entweichen und sich dann in der Wohnraumluft anreichern. Die Stiftung Warentest misst den Gehalt an bedenklichen Flammschutzmitteln in einigen ihrer Tests ­ so zum Beispiel zuletzt bei Fernsehgeräten und Matratzen. Mit unserer Hausstaubanalyse spüren Sie Emissionen in Ihrer Wohnung auf. Die wichtigsten Chemikalien und ihre Nebenwirkungen:

Bromierte Flammschutzmittel: Einige dieser Verbindungen stehen im Verdacht, das Kind im Mutterleib zu schädigen.

Phosphorsäureester: Für Tris-Chlorpropylphosphat gibt es Hinweise auf eine das Erbgut verändernde Wirkung. Tris-Chlorethylphosphat steht unter Krebsverdacht und soll die Fortpflanzung schädigen.

Chlorparaffine: Sie wirken giftig auf Wasserorganismen und sind möglicherweise Krebs erzeugend.

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